Zitate von Jacob Burckhardt

— Die besten Zitate (25), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Jacob Burckhardt" (CH; Künstler)

— Bekanntes Zitat:

Jede erfolgreiche Gewalttat ist allermindestens ein Skandal, das heißt, ein böses Beispiel.

Jacob Burckhardt (* 25. Mai 1818 in Basel; † 8. August 1897 ebenda) war ein Schweizer Kultur- und Kunsthistoriker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Jacob Burckhardt Zitate (Berufsgruppe: Künstler / Land: CH) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Das Wesen der Geschichte ist die Wandlung.

Wahrhaftig: Nichts auf der Welt muss der Faulheit besser zusagen als Orthodoxie.

Humor ist die Weisheitsform des heiter resignierten Überwinders.

Denn der Geist hat Wandelbarkeit, aber nicht Vergänglichkeit.

Wahre Universalität besteht nicht darin, dass man vieles weiß, sondern darin, dass man vieles liebe.

Alle echte Überlieferung ist auf den ersten Anblick langweilig, weil und insofern sie fremdartig ist. Sie kündet die Anschauungen und Interessen ihrer Zeit für ihre Zeit und kommt uns gar nicht entgegen, wärend das moderne Unechte auf uns berechnet, daher pikant und entgegenkommend gemacht ist.

Wenn der Geist sich einmal seiner selbst bewusst geworden, bildet er von sich aus seine Welt weiter.

Die Weltreligionen sind es, welche die größten historischen Krisen herbeiführen. Sie wissen von Anfang an, dass sie Weltreligionen sind, und wollen es sein.

Und nun ist die Macht an sich böse, gleich wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muss also andere unglücklich machen.

Wir sind aber nicht eingeweiht in die Zwecke der ewigen Weisheit und kennen sie nicht. Dieses kecke Antizipieren eines Weltplanes führt zu Irrtümern, weil es von irrigen Prämissen ausgeht.

Nicht jede Zeit findet ihren großen Mann, und nicht jede große Fähigkeit findet ihre Zeit.

Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es für das Leben der Menschheit wünschenswert, die Zukunft zu wissen.

Sprichwörtlich heißt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.

Die Leidenschaft ist die Mutter großer Dinge.

Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.

Das Allerseltenste aber ist bei weltgeschichtlichen Individuen die Seelengröße.

Die Anschauung von einem Glück, welches in einem Verharren, in einem bestimmten Zustande bestände, ist an sich falsch.

Die Wohltat des Staates besteht darin, dass er der Hort des Rechtes ist.

Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben.

Der Geist ist die Kraft, jedes zeitliche Ideal aufzufassen.

Die wirkliche Größe ist ein Mysterium.

Es hat auch der Verdienstvollste der Heimat mehr zu danken als diese ihm.

Das Neueste in der Welt ist das Verlangen nach Bildung als Menschenrecht, welches ein verhülltes Begehren nach Wohlleben ist.

Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.



— Jacob Christoph Burckhardt (1818 - 1897) war ein Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Kunstgeschichte.


— Burckhardt lehrte jahrzehntelang an der Universität Basel und wurde bekannt durch sein Buch „Die Kultur der Renaissance in Italien“ (1860).

Der Schweizer Architekturhistoriker Sigfried Giedion (1888 - 1968) beschrieb seine Leistung mit den folgenden Worten: „Als der große Entdecker des Zeitalters der Renaissance zeigte er zunächst auf, wie eine Epoche in ihrer Gesamtheit zu behandeln ist, nicht nur in Bezug auf ihre Malerei, Skulptur und Architektur, sondern auch im Hinblick auf die sozialen Institutionen ihres täglichen Lebens“

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Künstler") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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