Zitate von Herbert Wehner

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "H. Wehner" (DE; Politiker) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Herbert Richard Wehner (1906 - 1990) war ein deutscher Politiker (KPD 1927–1942, SPD ab 1946).

— Bekanntes Zitat:

Sie sind ein Schwein. Wissen Sie das? (zum CDU-Abgeordneten Wohlrabe)



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Herbert Wehner" (Berufsgruppe: Politiker / Land: DE)

Waschen Sie sich erst einmal! Sie sehen ungewaschen aus. (zum CDU-Abgeordneten Möller)


Der Kanzler badet gern lau - so in einem Schaumbad. (Über Willy Brandt, während eines Aufenthalts in Moskau)


Wehners Schimpfwörter: Übelkrähe, Schleimer, Strolch, Gnom, Nihilistischer Pöbelhaufen, Düffeldaffel, Quatschkopf, Angeschimmelter Lebegreis, Dreckschleuder, Lümmel, Weißblaues Arschloch, einstudierter Pharisäer, Ehrabschneider, Flegel, Gartenzwerg, Komödiant, Schmiere, Brunnenvergifter, Heuchler, halbe Portion, Weihnachtsmann, Schwätzer, Flasche, Pimpf, Wrack, Schulmeister.


Wollt ihr den totalen Krieg? (Zwischenruf während der Bundestagsdebatte zu den Ostverträgen; 1972)


Wehner (als Antwort auf eine Rüge): „Schönen Dank, Herr Präsident, dass Sie aufgewacht sind.“
Bundestagspräsident: „Ich rüge diese Bemerkung ebenfalls.“


Das können Sie halten wie Du willst. (auf die Frage eines Genossen, ob dieser ihn duzen dürfe)


Ich sage Ihnen Prost, weil Sie wahrscheinlich dahin gehen. (Als Abgeordnete der Union den Plenarsaal aus Protest verließen)


Wer herausgeht, muss auch wieder hereinkommen. (dieselbe Situation wie oben)


CSU-Staatssekretär Riedl, nach einem Zwischenruf von Wehner: „Herr Kollege Wehner, passen Sie auf! Der Präsident hat seine Strichliste dabei! Sie kriegen wieder einen Ordnungsruf.“

Herbert Wehner: „Auf den Strich gehe ich nicht! Das können Sie machen!“
Riedl: „Wenn Sie sich mit mir einlassen, kriegen Sie Ordnungsrufe. Aber Sie bekommen Ihre 100 Ordnungsrufe in diesem Parlament noch voll, Herr Wehner, da bin ich sicher.“


Nur so kann man Ungeziefer abwehren, Herr Präsident. (gemeint ist der CSU Politiker Richard Jaeger der die Einführung der Todesstrafe befürwortete)


Man, hampeln Sie doch nicht so herum. Sie sind doch Geschäftsführer und nicht Geschwätzführer.


Bundestagspräsident: „Herr Abgeordneter Wehner, haben Sie den Herrn Abgeordneten Dr. Barzel eben als Pappkameraden bezeichnet?“
Wehner: „Lesen Sie das bitte im Protokoll nach, Herr Präsident!“


Es ist besser als ein Wolf zu sterben, denn als ein Hund zu leben.


Ich bin es gewohnt, ausgepfiffen und niedergebrüllt und geschlagen zu werden. Dessen schäme ich mich nicht. Es werden sich andere einmal dafür schämen müssen. (Rede vor Heimatvertriebenen; 1968)


Es gibt Würstchen in diesem Parlament, die sind den Mostrich nicht wert, den man auf sie streichen müsste, um sie genießbar zu machen.


Lachen Sie mal! Aber nicht höhnisch, sondern über sich selbst!


Franz Josef Strauß: „Machen Sie nicht so weiter; sonst ziehen wir aus!“
Wehner: „Wie sehen Sie denn aus, wenn Sie sich ausgezogen haben!“


Abgeordnete sind nur ihrem Gewissen unterworfen. Dies gilt nicht für Minister, die haben keines.


Wir müssen verhindern, dass in unserem Lande Emotionen aufgewiegelt werden mit verbalen Schlagstöcken aus den Arsenalen des Unmenschen.




— Herbert Richard Wehner (1906 - 1990) war ein deutscher Politiker (KPD 1927–1942, SPD ab 1946).


— Wehner trat 1927 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei und wurde 1930 Landtagsabgeordneter in Sachsen.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten befand er sich von 1937 bis 1941 im Exil im Hotel Lux in Moskau. Dort stieg der zum Mitglied des Zentralkomitees der KPD auf.
1941 ging er nach Schweden, um von dort den kommunistischen Widerstand gegen das NS-Regime zu leiten. Er wurde 1942 verhaftet und erlebte das Kriegsende in einem schwedischen Gefängnis. In dieser Zeit wurde er unter dem Vorwurf, sich dem Parteiauftrag entzogen zu haben, aus der KPD ausgeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss sich Wehner den Sozialdemokraten (SPD) an. Von 1966 bis 1969 war er Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen und danach bis 1983 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

Während seiner Amtszeit im Bundestag von 1949 bis 1983 wurde Wehner berühmt für seine ätzende Rhetorik und seinen Zwischenrufe, die oft persönliche Beleidigungen von Abgeordneten, beinhalteten. Er hält den Rekord für parlamentarische Ordnungswidrigkeiten (etwa 77), die vom Vorsitzenden des Bundestages verhängt wurden.


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