Zitate von Henri Stendhal

— Die besten Zitate (83), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Henri Stendhal" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Je allgemeiner man gefällt, desto oberflächlicher gefällt man.

Marie-Henri Beyle (* 23. Januar 1783 in Grenoble; † 23. März 1842 in Paris), war ein französischer Schriftsteller, Militär und Politiker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Henri Stendhal Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Liebe kennt kein Alter. Was schadet das Alter, wenn man zu zweit ist!

Man führt immer das Herz ins Treffen, wenn man eine Dummheit gemacht hat.

Zwiefacher Minne kann niemand huldigen.

Von all den Befürchtungen, die man hegt, treffen zum Glück nur die schlimmsten ein.

Wer die Frauen im Allgemeinen liebt, sollte aufpassen, nicht einer speziell zu verfallen.

Jeder für sich in dieser Wüste des Egoismus, die man Leben nennt.

Wer sich entschuldigt, klagt sich an.

Ave Maria, die Dämmerstunde, ist in Italien die Stunde der Zärtlichkeit, der Seelenfreuden und der Schwermut: Empfindungen, die durch den Klang jener schönen Glocken noch verstärkt werden. Wonnige Stunden, die einem erst in der Erinnerung bewusst werden.

Der Schmerz der Eifersucht ist deshalb so bitter, weil die Eitelkeit sich gegen ihn sträubt.

Nichts ist nachsichtiger, weil auch nichts glücklicher macht, als Aufrichtigkeit.

Der Vers ist als eine Gedächtnishilfe erfunden worden. Später hat man ihn beibehalten aus gesteigertem Vergnügen an der Überwindung von Schwierigkeiten. In der dramatischen Kunst heute noch an ihm festzuhalten, ist ein Überrest von Barbarei. Ein Beispiel: die Dienstordnung für Kavallerie, in Verse gesetzt von De Bonnay.

Alles, was in dieser Welt der Mühe lohnt, ist das eigene Ich.

Für mich gibt es nur eine Regel: klar zu sein. Bin ich es nicht, so stürzt meine Welt in sich zusammen.

Die Macht der Gewohnheit behauptet sich selbst in den leidenschaftlichsten Augenblicken.

Nur ein großer Geist wagt es, einfach im Stil zu sein.

Alles kann man sich in der Einsamkeit aneignen, außer Charakter.

Die ganze Kunst der Liebe beruht darauf, daß man ausspricht, was der Zauber des Augenblicks fordert. Mit anderen Worten: daß man seinem Herzen folgt. Man wähne nicht das sei leicht.

Die Welt ist voller Menschen, die nicht allein sein können und für die ein noch so uninteressantes Gespräch besser ist als gar keines.

Wäre ich nicht so alt, würde ich Arabisch lernen, so beglückt bin ich, endlich etwas zu finden, das keine steife Kopie von schon Vorhandenem ist.

Man findet ein Vergnügen selten dort, wo man es sucht.

Mir wäre es fast lieber, meine Frau versuchte, mich in einem wütenden Moment einmal im Jahre zu erdolchen, anstatt mich jeden Abend übellaunig zu empfangen.

Die Macht einer Frau wird an dem Maß des Unglücks gemessen, das sie über ihren Geliebten verhängen kann.

Die größte Unbefangenheit der Frau erlaubt ihr natürliche Reaktionen.

Die Liebe ist eine köstliche Blume, aber man muss den Mut haben, sie am Rande eines entsetzlichen Abgrunds zu pflücken.

Wann wird man erkennen, daß die Völker in Europa immer nur den Grad der Freiheit in sich wie unter sich haben, den ihr Mut ihrer Freiheit abringt?

Es ist unnötig, das Glück zu definieren.

Charakterfestigkeit heißt, die Wirkung der anderen an sich selbst erprobt zu haben; also sind dazu die anderen nötig.

Von dem Augenblick an, wo man liebt, sieht selbst der Klügste kein Ding mehr so, wie es wirklich ist.

Der Unterschied in der Untreue der zwei Geschlechter ist so wirklich, daß eine von echter Leidenschaft erfüllte Frau die Untreue des geliebten Mannes zu verzeihen vermag. Ein Mann kann das unmöglich. Das ist die entscheidende Erkenntnis, um die Liebe aus Leidenschaft von der Liebe aus Eitelkeit unterscheiden zu können. Bei den Frauen tötet die Untreue des Geliebten die Liebe aus Eitelkeit, während sie die Liebe aus Leidenschaft verdoppelt.

Die Liebe ist die einzige Leidenschaft, die mit einer Münze bezahlt wird, die sie selbst prägt.

Ehrlichkeit ist anstrengend.

Wenn ich ein Buch zum zweiten Male lese, entdecke ich die Farben der Vorurteile, die es mir beim ersten Male austrieb.

Anders zu sein erzeugt Hass.

Nichts ist so ansteckend wie schlechte Laune.

Im Übrigen meine ich, daß eine Frau täglich ebenso drei bis vier Mußestunden haben soll, wie ja kluge Männer auch auf ihre Mußestunden halten.

Ein starker Entschluss verwandelt mit einem Schlage äußerstes Unheil in einen erträglichen Zustand.

Kinder herrschen durch Tränen, und wenn man diese nicht beachtet, tun sie sich absichtlich weh.

Wahre Liebe macht den Gedanken an den Tod zu etwas Gewöhnlichem, Erträglichem, des Schreckens Barem, zu einem einfachen Gleichnis oder zu einem Preis, den man für gewisse Dinge gern bezahlt.

Was ich beim Reisen am meisten liebe, ist das Erstaunen bei der Rückkehr. Es verklärt die albernsten Menschen und die nichtigsten Dinge.



— Marie-Henri Beyle (1783 - 1842) war ein französischer Schriftsteller, Journalist und Politiker.


— Am bekanntesten sind seine Romane „Rot und Schwarz“ (1830) und „Die Kartause von Parma“ (1839).

Beyle (Pseudonym: Stendhal) war zu seiner Zeit eher als Kritiker und Essayist bekannt. Er ist heutzutage für die scharfsinnige Analyse der Psychologie seiner Charaktere hoch angesehen und gilt als einer der die frühesten und wichtigsten Vertreter des literarischen Realismus.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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