Zitate von Helmut Schmidt

— Die besten Zitate (79), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Helmut Schmidt" (DE; Politiker)

Journalisten: Wegelagerer und Indiskretins.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Helmut Schmidt Zitate (Berufsgruppe: Politiker / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Jeder Politiker sieht auf die Dauer so aus, wie er ist.

Währungspolitik ist immer auch Außenpolitik.

Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen. Aus Deutschland ein Einwanderungsland zu machen ist absurd.

Was Wachstum schafft, darf sehr wohl mit Schulden finanziert werden.

Rate den Mitbürgern nicht das Angenehmste, sondern das Beste.

Früher brauchten Unternehmer Wagemut und Augenmaß. Heute brauchen sie Marktforschung und Werbeagenturen.

Die Vorstellung, dass eine moderne Gesellschaft in der Lage sein müsste, sich als multikulturelle Gesellschaft zu etablieren, mit möglichst vielen kulturellen Gruppen, halte ich für abwegig. Man kann aus Deutschland mit immerhin einer tausendjährigen Geschichte seit Otto I. nicht nachträglich einen Schmelztiegel machen.

Wenn man einen Fehler gemacht hat, muss man sich als erstes fragen, ob man ihn nicht sofort zugeben soll. Leider wird einem das als Schwäche angekreidet.

Heutzutage ist das wichtigste zu lernen, wie man andere Völker versteht. Und zwar nicht nur deren Musik, sondern auch ihre Philosophie, ihre Haltung, ihr Verhalten. Nur dann können sich die Nationen untereinander verstehen.

Das Fernsehen ist inzwischen in beängstigendem Umfang ein Erziehungsfaktor geworden. in vielen fällen wichtiger noch als die eltern oder die schule. das erlegt den Fernsehmachern eine riesige Verantwortung auf. Aber sie sind sich dessen nicht bewusst. und sie werden auch nicht zur Verantwortung gezogen.

Wenn Unternehmen, Gewerkschaften und Parlamente gemeinsam irren, dann zahlen zunächst die Steuerzahler die Zeche, später die arbeitslos werdenden Arbeitnehmer und die Beitragszahler der Sozialversicherung, schließlich aber die Gesellschaft insgesamt, deren Wettbewerbsfähigkeit in einer dynamischen Weltwirtschaft wegen eigener Stagnation schwindet.

Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, dass sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, dass wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.

In diesem Jahrhundert steht die Selbstbehauptung der europäischen Zivilisation auf dem Spiel.

Bibliotheken sind geistige Tankstellen der Nation.

Unternehmer wird man nicht in fünfzig oder fünfhundert Wochen. Um Unternehmer zu werden, braucht es eine Nacht, neun Monate und vierzig bis fünfzig Jahre Erfahrung.

Nichts ist wichtiger als Seelsorge für Menschen in Not. Für mich ist nichts unwichtiger als Theologie.

Je mehr direkte Entscheidungen durch das ganze Volk, umso unregierbarer das Land!

Zwar kann der Politiker im Augenblick seines Handelns oder wenn er sein Handeln erklären und begründen muss, nicht gleichzeitig auch große Philosophie liefern. Aber sofern er ohne philosophisch-ethische Grundlage handelt, ist er in Gefahr, Fehler zu begehen. Er ist in Gefahr, in Opportunismus abzusinken. Er ist sogar in Gefahr, ein Scharlatan zu werden.

Willen braucht man. Und Zigaretten.

Nicht alle Reformen kosten Geld, und nicht alles, was Geld kostet, ist deshalb schon eine Reform.

Seine rhetorischen Schöpfungen sind zahlreich. Er redete im Parlament zumeist ohne ausgearbeitetes Manuskript. Er sprach anhand sogenannter Spickzettel.

Von jedem, der sich um das Amt des Kanzlers bewirbt, ist zu verlangen, dass er dem Volk die bittere Wahrheit sagt.

Großes wird auf Gipfeltreffen nicht bewegt, aber Schlimmeres verhindert.

Die Deutschen haben ein eigenartiges Talent, bisweilen die falschen Tage zu feiern.

Ohne Kenntnis der Geschichte bleibt die Gegenwart unbegreifbar.

Natürlich hat Kernkraft ihre Risiken. Es gibt aber keine Energie und nichts auf der Welt ohne Risiken, nicht einmal die Liebe.

Fünf Prozent Inflation sind leichter zu ertragen als fünf Prozent Arbeitslosigkeit.

Von einem 93 jährigen Optimismus zu erwarten, ist ein bisschen viel verlangt.

Die Demokratie lebt vom Kompromiss Wer keine Kompromisse machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gebrauchen.

Wenn wir auf Jahrzehnte so weiterfahren wie bisher, dann muss ich für unser Vaterland schwarz sehen.

In aktuellen Nachrichten- oder Magazinsendungen gilt das bewährte Motto: lange Fragen und kurze Antworten.

Wenn wir uns überall einmischen wollen, wo himmelschreiendes Unrecht geschieht, dann riskieren wir den Dritten Weltkrieg.

Wenn wir die D-Mark noch hätten, wäre unser Export zusammengebrochen.

Als deutsche Hauptstadt ein trauriger Witz, aber Realität.

Der Kanzler ist nichts anderes als der leitende Angestellte einer großen Firma, in diesem Fall des Staates.

Es liegt überhaupt kein Grund vor, von einer Krise des Euro zu reden.

Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.

Macht ist notwendig. Sie kann ein Übel sein, deshalb bedarf sie der Kontrolle.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Politiker") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Staatsmännern, Volksvertretern, Generälen, Präsidenten, etc.