Zitate von Heinrich von Kleist

— Die besten Zitate (177), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Heinrich von Kleist" (DE; Schriftsteller)

Bildung scheint mir das einzige Ziel, das des Bestrebens, Wahrheit der einzige Reichtum, der des Besitzes würdig ist.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Heinrich von Kleist Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Und doch ist die Erinnerung selbst an das Bitterste noch süß.

Kenntnisse, wenn sie noch einen Wert haben, so ist es nur, insofern sie vorbereiten zum Handeln. Aber unsere Gelehrten, kommen sie wohl, vor allem Vorbereiten, jemals zum Zweck?

Wenn ich von jemandem Bildung erhalte, so wünsche ich ihm dankbar auch wieder einige Bildung zurückzugeben, wenn ich aus seinem Umgange Nutzen ziehe, so wünsche ich, dass er auch in dem meinigen einigen Nutzen finde.

Wir mögen am Ende aufgeklärt oder unwissend sein, so haben wir dabei so viel verloren als gewonnen.

Die Welt ist groß, man kann sich darin wohl vergessen.

Ja, wahrlich, kann man weniger tun, als den Diamanten in Gold zu fassen?

Denn nicht durch Worte, aber durch Handlungen zeigt sich wahre Treue und wahre Liebe.

Nirgends kann man den Grad der Kultur einer Stadt und überhaupt den Geist ihres herrschenden Geschmacks schneller und doch zugleich richtiger kennen lernen als in den Lesebibliotheken.

Das Misstrauen ist die schwarze Sucht der Seele, Und alles, auch das Schuldlosreine, zieht Fürs kranke Aug’ die Pracht der Hölle an.

Erfülle deine Pflicht, und dieser Satz enthält die Lehren aller Religionen.

Wir begegnen uns, drei Frühlinge lieben wir uns, und eine Ewigkeit fliehen wir wieder auseinander!

Das Wissen macht uns weder besser, noch glücklicher.

Warum ist die Jugend die üppigste Zeit des Lebens? Weil kein Ziel so hoch und so fern ist, das sie sich nicht einst zu erreichen getraute.

Der Staat fordert von uns weiter nichts, als, dass wir die Zehn Gebote nicht übertreten. Wer gebietet uns aber die Tugenden der Menschenliebe, der Duldung, der Bescheidenheit, Sittsamkeit zu üben, wenn es nicht die Vernunft tut?

Ein Reisender, der das Ziel seiner Reise und den Weg zu seinem Ziele kennt, hat einen Reiseplan. Was der Reiseplan dem Reisenden ist, ist der Lebensplan dem Menschen.

Der Deutsche spricht mit Verstand, der Franzose mit Witz.

Ja, wer erfüllt eigentlich getreuer seine Bestimmung nach dem Willen der Natur als der Hausvater, der Landmann.

Der Mann ist nicht bloß der Mann seiner Frau, er ist auch ein Bürger des Staates, die Frau hingegen ist nichts, als die Frau ihres Mannes.

Auf meinem Lebenswege werden mir Menschen aller Art begegnen, und jeden muss ich zu nutzen verstehen.

Je öfter ich Berlin sehe, je gewisser wird es mir, dass diese Stadt, so wie alle Residenzen und Hauptstädte, kein eigentlicher Aufenthalt für die Liebe ist. Die Menschen sind hier zu zierlich, um wahr, zu gewitzigt, um offen zu sein.

O welch ein herrliches Geschenk des Himmels ist ein schönes Vaterland!

Und wenn ich auch auf dieser Erde nirgends meinen Platz finden sollte, so finde ich vielleicht auf einem anderen Stern einen umso bessern.

Kunstwerke sind Produkte der Phantasie, und der ganze Gang unsrer heutigen Kultur geht dahin, das Gebiet des Verstandes immer mehr und mehr zu erweitern, das heißt, das Gebiet der Einbildungskraft immer mehr und mehr zu verengen.

Zürne nicht, liebes Mädchen, ehe du mich ganz verstehst!

Denn wenn das Herz ein Bedürfnis hat, so ist es kalt gegen alles, was es nicht befriedigt.

Überhaupt, dünkt mich, alle Zeremonien ersticken das Gefühl. Sie beschäftigen unsern Verstand, aber das Herz bleibt tot.

Wenn alle Menschen statt der Augen grüne Gläser hätten, so würden sie urteilen müssen, die Gegenstände, welche sie dadurch erblicken, sind grün.

Schenkte mir der Himmel ein grünes Haus, ich gäbe alle Reisen und alle Wissenschaft und allen Ehrgeiz auf immer auf.

Tue recht und scheue niemand.

Was Ihnen Ihr Herz sagt, ist Goldklang.

Und doch, wer wendet sein Herz nicht gern der Zukunft zu, wie die Blumen ihre Kelche der Sonne?

Wer das Schmutzige anfasst, den besudelt’s.

Liebe, mein Herzensjunge, solange du lebest!

Nie in meinem Leben, auch wenn das Schicksal noch so sehr drängte, werde ich etwas tun, das meinen Inneren Forderungen, sei es auch noch so leise, widerspräche.

Weg mit allen Vorurteilen, weg mit dem Adel, weg mit dem Stande gute Menschen wollen wir sein und uns mit der Freude begnügen, die die Natur uns schenkt.

Dein Brief hat mir eine ganz außerordentliche Freude gewährt. Dich so anzuschmiegen an meine Wünsche, so innig einzugreifen in mein Interesse oh, es soll dir gewiss einst belohnt werden!

Ja, es ist kein Unglück, das Glück verloren zu haben, das erst ist ein Unglück, sich seiner nicht mehr zu erinnern.

Das Leben des Menschen ist, wie jeder Strom, bei seinem Urprunge am höchsten. Es fließt nur fort, indem es fällt in das Meer müssen wir alle.

Von ganzer Seele sehne ich mich, wonach die ganze Schöpfung und alle immer langsamer und langsamer rollenden Weltkörper streben, nach Ruhe.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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