Zitate von Heinrich von Kleist

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "H. Kleist" (DE; Schriftsteller) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 

Dieselbe Stimme, die dem Christen zuruft, seinem Feinde zu vergeben, ruft dem Seeländer zu, ihn zu braten, und mit Andacht isst er ihn auf. Wenn die überzeugung solche Taten rechtfertigen kann, darf man ihr trauen?


— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Heinrich von Kleist" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE)

Das Gute bedarf Zeit, es zu bilden. Das Schnellgebildete stirbt schnell dahin. Zwei Frühlingstage und die Orangenblüte ist verwelkt, aber die Eiche durchlebt ein Jahrtausend.


Das Glück kann nicht, wie ein mathematischer Lehrsatz, bewiesen werden, es muss empfunden werden, wenn es da sein soll.


O Gott, wenn mir einst das bescheidene Los fallen sollte, das ich begehre, ein Weib, ein eignes Haus und Freiheit.


Wie können wir uns getrauen, in den Plan einzugreifen, den die Natur für die Ewigkeit entworfen hat, da wir nur ein so unendlich kleines Stück von ihm, unser Erdenleben, überblicken?


Das Ersteigen der Berge, wie der Weg zur Tugend, ist besonders wegen der Aussicht, die man eben vor sich hat, beschwerlich.


Es gibt Menschen wie die ersten Arabesken, man versteht sie nicht, wenn man nicht Raffael ist.


Künste und Wissenschaften, wenn sie sich selbst nicht helfen, so hilft ihnen kein König auf.


Torheit, du regierst die Welt, und dein Sitz ist ein schöner weiblicher Mund.


Verstanden wenigstens möchte ich gern zuweilen sein, wenn auch nicht aufgemuntert und gelobt, von einer Seele wenigstens möchte ich gern zuweilen verstanden werden, wenn auch alle andern mich verkennen.


Lerne auch mit dem Zarten umzugehen.


Dem Durstigen kommt es, als solchem, auf die Schale nicht an, sondern auf die Früchte, die man ihm darin bringt.


O Himmel, was ist das für eine Welt!


Zuweilen stieg ich allein in einen Nachen und stieß mich bis auf die Mitte des Rheins. Dann legte ich mich nieder auf den Boden des Fahrzeugs und vergaß, sanft von dem Strome hinabgeführt, die ganze Erde, und sah nichts als den Himmel.


Ohne Reiseplan sich auf die Reise begeben, heißt erwarten, dass der Zufall uns an das Ziel führe, das wir selbst nicht kennen. Ohne Lebensplan leben, heißt vom Zufall erwarten, ob er uns so glücklich machen werde, wie wir es selbst nicht begreifen.


Unsre Väter und Mütter schelten immer so erbittert auf die Ideale, und doch gibt es nichts, was den Menschen wahrhaft erheben kann, als sie allein.


Wie manches regt sich in der Brust der Frauen, das für das Licht des Tages nicht gemacht.


Zuweilen, wenn ich dem Fluge einer Rakete nachsehe oder in den Schein einer Lampe blicke oder ein künstliches Eis auf meiner Zunge zergehen lasse, wenn ich mich dann frage: Genießest du? Oh, dann fühle ich mich so leer, so arm.


Denn festhalten müssen wir, was wir uns selbst erworben haben.


Denn niemals, wohin ich mich auch, durch die Umstände gedrängt, wenden muss, wird mein Herz ein anderes Vaterland wählen als das, worin ich geboren bin.




— Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist (1777 - 1811) war ein deutscher Dramatiker und Lyriker.



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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.