Zitate von Heinrich von Kleist

— Die besten Zitate (170), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Heinrich von Kleist" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Was dein erstes Gefühl dir antwortet, das tue.

Heinrich von Kleist (* 10. oder 18. Oktober 1777 in Frankfurt (Oder), Brandenburg, Preußen; † 21. November 1811 am Stolper Loch, heute Kleiner Wannsee, Berlin) war ein deutscher Dramatiker und Lyriker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Heinrich von Kleist Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Unsere äußeren Schicksale interessieren die Menschen, die inneren nur den Freund.

Tugend und Liebe begründen zwar das Familienglück, aber nur Talente machen es wirklich anziehend.

Wir werden uns in diesem unruhigen Leben so selten unsrer selbst bewusst die Gedanken und die Empfindungen verhallen wie ein Flötenton im Orkane das alles kann ein Tagebuch verhüten.

Ist es auf Reisen, dass man Geliebte suchet und findet?

Ist nicht oft ein Mann, der einem Volke nützlich ist, verderblich für zehn andere?

Jedem will ich Misstrauen verzeihen, nur dir nicht, denn für dich tat ich alles, um es dir zu benehmen.

Und, dass ich sterbe, weil mir auf Erden nichts mehr zu lernen und zu erwerben übrig bleibt. Lebe wohl!

Nichts ist dem Interesse so zuwider als Einförmigkeit, und nichts ihm dagegen so günstig als Wechsel und Neuheit.

Wenn wir von den Dichtern verlangen wollen, dass sie so idealisch sein sollen wie ihre Helden, wird es noch Dichter geben?

Denn dieser Zweck ist es, welcher der Liebe ihren höchsten Wert gibt. Edler und besser sollen wir durch die Liebe werden.

Ei der Tausend! Wie man doch die dummen Leute anfuhren kann! H

Dem einen Ruhm, dem anderen Vergessenheit, dem einen ein Zepter, dem anderen ein Wanderstab!

Was ist lächerlich Im Mondschein über den Schatten eines Laternenpfahls zu springen, in der Meinung, es sei ein Graben.

Die Menge von Erscheinungen stört das Herz in seinen Genüssen, man gewöhnt sich endlich, in ein so vielfaches eitles Interesse einzugreifen, und verliert am Ende sein wahres aus den Augen.

Was ist unerträglich? Geschwätz für den Denker.

Verrat, Mord und Diebstahl sind hier ganz unbedeutende Dinge, deren Nachricht niemand affiziert.

Die Welt ist eine wunderliche Einrichtung, und die göttlichsten Wirkungen, mein Sohn, gehen aus den niedrigsten und unscheinbarsten Ursachen hervor.

O es muss doch noch etwas anderes geben als Liebe, Ruhm, Glück, wovon unsere Seelen nichts träumen.

Jede Minute, jeder Mensch, jeder Gegenstand kann dir eine nützliche Lehre, wenn du sie nur zu entwickeln verstehst.

Dieselbe Stimme, die dem Christen zuruft, seinem Feinde zu vergeben, ruft dem Seeländer zu, ihn zu braten, und mit Andacht isst er ihn auf. Wenn die überzeugung solche Taten rechtfertigen kann, darf man ihr trauen?

Das Gute bedarf Zeit, es zu bilden. Das Schnellgebildete stirbt schnell dahin. Zwei Frühlingstage und die Orangenblüte ist verwelkt, aber die Eiche durchlebt ein Jahrtausend.

Das Glück kann nicht, wie ein mathematischer Lehrsatz, bewiesen werden, es muss empfunden werden, wenn es da sein soll.

O Gott, wenn mir einst das bescheidene Los fallen sollte, das ich begehre, ein Weib, ein eignes Haus und Freiheit.

Wie können wir uns getrauen, in den Plan einzugreifen, den die Natur für die Ewigkeit entworfen hat, da wir nur ein so unendlich kleines Stück von ihm, unser Erdenleben, überblicken?

Das Ersteigen der Berge, wie der Weg zur Tugend, ist besonders wegen der Aussicht, die man eben vor sich hat, beschwerlich.

Es gibt Menschen wie die ersten Arabesken, man versteht sie nicht, wenn man nicht Raffael ist.

Künste und Wissenschaften, wenn sie sich selbst nicht helfen, so hilft ihnen kein König auf.

Torheit, du regierst die Welt, und dein Sitz ist ein schöner weiblicher Mund.

Verstanden wenigstens möchte ich gern zuweilen sein, wenn auch nicht aufgemuntert und gelobt, von einer Seele wenigstens möchte ich gern zuweilen verstanden werden, wenn auch alle anderen mich verkennen.

Lerne auch mit dem Zarten umzugehen.

Dem Durstigen kommt es, als solchem, auf die Schale nicht an, sondern auf die Früchte, die man ihm darin bringt.

O Himmel, was ist das für eine Welt!

Zuweilen stieg ich allein in einen Nachen und stieß mich bis auf die Mitte des Rheins. Dann legte ich mich nieder auf den Boden des Fahrzeugs und vergaß, sanft von dem Strome hinabgeführt, die ganze Erde, und sah nichts als den Himmel.

Ohne Reiseplan sich auf die Reise begeben, heißt erwarten, dass der Zufall uns an das Ziel führe, das wir selbst nicht kennen. Ohne Lebensplan leben, heißt vom Zufall erwarten, ob er uns so glücklich machen werde, wie wir es selbst nicht begreifen.

Unsre Väter und Mütter schelten immer so erbittert auf die Ideale, und doch gibt es nichts, was den Menschen wahrhaft erheben kann, als sie allein.

Wie manches regt sich in der Brust der Frauen, das für das Licht des Tages nicht gemacht.

Zuweilen, wenn ich dem Fluge einer Rakete nachsehe oder in den Schein einer Lampe blicke oder ein künstliches Eis auf meiner Zunge zergehen lasse, wenn ich mich dann frage: Genießest du? Oh, dann fühle ich mich so leer, so arm.

Denn festhalten müssen wir, was wir uns selbst erworben haben.

Denn niemals, wohin ich mich auch, durch die Umstände gedrängt, wenden muss, wird mein Herz ein anderes Vaterland wählen als das, worin ich geboren bin.



— Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist (1777 - 1811) war ein deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist.


— Kleist ist vor allem bekannt für das historische Ritterschauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“ (1810), seine Lustspiele „Der zerbrochne Krug“ (1811) und „Amphitryon“ (1807) sowie für seine Novellen „Michael Kohlhaas“ (1810) und „Die Marquise von O“ (1808).

Er hatte zwar Kontakt zu Goethe und Schiller, als auch zu Ludwig Tieck, jedoch blieb im zu Lebzeiten der literarischer Erfolg verwehrt.
Er nahm sich gemeinsam mit der unheilbar kranken Henriette Vogel (1780 - 1811), die er seit 1809 kannte, das Leben.

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