Zitate von Heimito von Doderer

— Die besten Zitate (33), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Heimito von Doderer" (AT; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Der Mut zur eigenen Begabung ist die Glaubensform des Künstlers.

Heimito von Doderer (* 5. September 1896 in Hadersdorf-Weidlingau, heute in Wien; † 23. Dezember 1966 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Heimito von Doderer Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: AT) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Unser wahrer Besitz besteht in der jeweiligen Spitze unserer Ahnungen. Sie allein sind unser wirkliches Leben. Das Übrige ist zottelnder Nachtrab.

Die eigentliche Freude meines Lebens waren intensive Erwartungen. (Aus: Tangenten. Tagebuch eines Schriftstellers.)

Woher einer kommt, ist nahezu allen von allergrößter Wichtigkeit. Wohin einer geht, ist nur bei ganz vereinzelten von einer die Herkunft überwiegenden Bedeutung.

Alle Anekdoten sind Lügen.

Die Demokratie ist die edelste Form, in der eine Nation zugrundegehen kann.

Exzesse sind das Schlimmste nicht. Sie machen deutlich. Unsere schleichenden Übel aber nebeln allmählich ein.

Begriffs-Wäsche, also die Reinigung von Begriffen, macht es erforderlich, dass man diese in das Säurebad fundamentaler Skepsis werfe. Nur von dort unten wird man sie blank wieder hervorziehen.

Feierlichkeit nennt man jenen Nebel, welchen die Dummheit zu ihrem Schutze erzeugt, wenn sie in die Enge getrieben wird.

Man muss den Mantel konkreter Tätigkeit im Alter dichter um die Schultern ziehen, um bei herandringender Weltraumkälte bestehen zu können.

Ein hoher Kleriker ist allemal ein Stück Ewigkeit auf einem beamtenhaften Untersatz. (Aus: Selbstzeugnisse zu Leben und Werk.)

Jeder Mensch, der nur seinen Charakter realisiert, ist dämonisch.

Es gibt Schein-Erfolge; aber auch die wirklichen Erfolge sind Schein, sind ein nur um vieles weiterer illusionärer Raum, der dennoch irgenwo seine harten faktizitären Grenzen hat, an die man anstößt.

Jede Revolution ist viel weniger Bauplatz der Zukunft als Auktion der Vergangenheit.

Die wesentliche und schwerste Aufgabe unserer geistigen Existenz ist nicht, die Rätsel des Lebens zu lösen, sondern an ihnen nicht zu ermüden.

Jeder bekommt die Kindheit über den Kopf gestülpt wie einen Eimer. (Aus: Ein Mord den jeder begeht: Roman.)

Wer nicht säuft, setzt heutzutage schon eine beachtliche und freiwillige Mehrleistung.

Sozialismus nennt man einen ungeheuren Aufwand zum Wohle der Menschheit, welcher sich selbst so restlos konsumiert, daß am Ende tatsächlich Jeder Alles, nämlich das übrig gebliebene Nichts hat.

Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.

Es gibt keine unlösbaren Probleme. Es gibt nur Unfähige, die sie nicht lösen können.

Es ist durchaus möglich, dass wir uns Begierden einbilden, weil wir sie gerne haben möchten.

Halbgebildet erscheint mir, wer seine Arbeitshypothese für eine Theorie hält.

Am entzückendsten spricht der Verschwiegenste: seine Rede hat, was jede Kunstleistung auszeichnet - sie ist indirekt.

Die Höhe eines Lebens wird nicht erreicht, damit man sich hinaufsetzt, sondern damit man in besserer Luft weitergeht.

Es hat alles zwei Seiten. Aber erst wenn man erkennt, dass es drei sind, erfasst man die Sache.

Das schlimmste was du deinem Feind antun kannst, ist besser zu sein als er.

Für ein gutes Gespräch sind die Pausen genauso wichtig wie die Worte.

Man muss manchmal von einem Menschen fortgehen, um ihn zu finden.

Melancholie ist Stimmung mit Trauerrand.

Allgemeinbildung ist, so harmlos das Krankheitsbild immer auf den ersten Blick aussehen mag, doch nur in sehr vereinzelten Fällen heilbar. Das ist ganz ähnlich wie bei den so genannten Gesinnungen.

Ganze Sachen sind immer einfach wie die Wahrheit selbst. Nur die halben Sachen sind kompliziert.



— Franz Carl Heimito von Doderer (1896 - 1966) war ein österreichischer Schriftsteller.


— Das bekannteste Werk von Heimito ist der Roman „Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre“ (erschienen 1951), sein umfangreichstes „Die Dämonen“ (1956).

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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