Zitate von Hans Kudszus

— Die besten Zitate (57), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Hans Kudszus" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Das Standfeste ist leichter zu knicken als das Bewegliche.

Hans Kudszus (* 7. Juli 1901 in Schleswig; † 13. April 1977 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und Aphoristiker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Hans Kudszus Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Autorität verliert, wer sie beansprucht.

Alt werden heißt sich selbst ertragen lernen.

Wer Träume nicht ernst nimmt, spielt nur mit dem Traum. Wir leben von Möglichkeiten und sterben an Wirklichkeiten.

Liebe ist gemeinsame Freude an der wechselseitigen Unvollkommenheit.

Mit „Überzeugungen“ argumentiert, wer nicht mehr mit Argumenten zu überzeugen vermag.

Abstand wahren ist der kürzeste Weg in die Nähe des anderen.

Philosophen sind, entgegen einem weitverbreiteten Urteil, nicht Feuerwehrleute zur Löschung ’brennender’ Probleme, sondern Brandstifter.

Antworten finden, heißt: vom Fragen ermüdet sein.

Aphorismen sind Spiele des Denkens mit sich selbst. Deshalb bedienten sich ihrer niemals Propheten oder Heilige.

Weisheit ist der Hirte der Geheimnisse, Klugheit der Jäger der Rätsel

Individualität ist die Kunst, auf besondere Weise menschliche Unzulänglichkeit darzustellen.

Begabungen sind produktive Gleichgewichtsstörungen.

Der ärgste Feind der Humanität ist ihre Idee.

Wir unterscheiden uns weniger durch die Kräfte, die wir haben, als durch den Mut, von ihnen Gebrauch zu machen. Auch im Geistigen. Genialität ist Mut zu sich selbst.

Heute ist immer der Tag, an dem die Zukunft beginnt.

Hat das Denken Schlagseite, so greift es zum Schlagwort.

Trost zu spenden vermag selbst der Liebende nicht; er vermag aber mehr: Trost zu sein.

Wer im Handeln ein Zwerg ist, kann im Ertragen ein Riese sein.

Schönheit strahlt, Geist glänzt; und beide können blenden. Güte wärmt.

Die Wunde, die das Wort schlug, kann die Tat heilen; nie umgekehrt.

Name ist Begrenzung. Daß die olympischen Götter Namen hatten, trug zu ihrem Untergang bei. "Gott" lebt von seiner Anonymität.

Charakter ist Mut zur Monotonie.

In der Klage geht der Schmerz unter sein Niveau. Wer klagt, kann nur klagen, nicht leiden.

Jeder Sperling weiß vieles, wovon kein Adler etwas ahnt.

Tradition ist die sublimste Form der Nekrophilie.

Die Wüste kennt nur, wer sie zu Fuß durchquert.

Jeder Aphorismus ist das Amen einer Erfahrung.

Das Fragezeichen ist der Ausweis der Gebildeten, wie der Punkt der des Halbgebildeten.

Hochmut ist oft nur die Weigerung, sich unter sein eigenes Niveau hinabdrücken zu lassen. Dann gilt: Hochmut schützt vor dem Fall.

Wer Gründe hat zu lieben, beraubt der Liebe ihres Grundes.

Schreiben heißt einen Gedanken in Starrkrampf versetzen. Lesen heißt den Starrkrampf lösen.

Zwang ist negativer Triumph der Freiheit.

Die Gelehrten sind sich immer uneins; die Weisen immer eins.

Herzen wollen nicht durchschaut, sondern erhört werden.

Er „brachte es zu nichts“, weil er etwas war.

Intuitionen sind die Oasen in der Wüste des reinen Verstandes. Kein Weg zu ihnen, der nicht durch die Wüste führt.

Schlaf ist Unhöflichkeit gegenüber der Nacht.

Abschied ist die innigste Weise menschlichen Zusammenseins.

Das Recht ist eine Gewalt, die der Gewalt das Recht streitig macht.

Wer sich zu seinen Fehlern bekennt, annulliert sie. Wer sie verheimlicht, verdoppelt sie.

Wer seine Gegenwart vernichten will, braucht nur seine Vergangenheit zu „bewältigen“. Wir leben von dem, was wir nicht verdauen können.

Krankheiten sind Höflichkeitsbesuche des Todes.

Gedankenlosigkeit ist die Tochter der Herzlosigkeit.

Entscheidungen sind Ausführungen nicht erhaltener Befehle.

Die Wahrheit suchen ist das Leben des Denkers, sie finden sein Tod.

Deine Trauer kannst du mit einem anderen teilen, aber nicht deine Verzweiflung. Teilte er sie mit dir, so hättest du sie nicht mehr.

Wer vom Sterben weiß, holt sich den Tod, die anderen holt er.

Angst ist der Preis, den wir für unsere Beweglichkeit zahlen. Pflanzen und Steine kennen keine Angst.

Um eines anderen willen zu leiden, verbindet uns ihm tiefer, als wenn wir ihn nur lieben.

Wenn ich wüßte, was du bist, wärst du nur, was ich weiß.

Wer nur an das Gute glaubt, hält es zum besten.

Erst wenn der Tod einmal stürbe, lernten wir wahrhaft verzweifeln.

Wer sich nicht verausgaben will, muss sich verschenken.

Jeder ist der, dem er nicht entrinnen kann.

Wer zerstören will, findet immer ein Karthago.

Wer die Wahrheit liebt, will sie sehen. Wer sie fürchtet, hat sie gesehen.



— Hans Kudszus (1901 - 1977) war ein deutscher Schriftsteller und Aphoristiker.


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