Zitate von Gustave Flaubert

— Die besten Zitate (78), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Gustave Flaubert" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Da ich das Dasein nicht nutzte, nutzte das Dasein mich ab.

Gustave Flaubert (* 12. Dezember 1821 in Rouen, Normandie; † 8. Mai 1880 in Canteleu, Normandie) war ein französischer Schriftsteller, der vor allem als Romancier bekannt ist.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Gustave Flaubert Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Ehren entehren. Titel setzen herab. Ein Amt verblödet.

Die sogenannte Freude an der guten Tat ist Selbsttäuschung - sie unterscheidet sich nicht von dem Vergnügen eines Menschen, der verdaut.

Er war eitel genug zu dem Glauben, dass die Menschen ihn nicht mochten.

Schön ist solch ein Leben in ewiger Schönheit, wenn man den Mantel um sich schlägt wie ein König, die höchsten Leidenschaften nachempfindet und Liebe liebt.

Der Adler ist ein stolzer Vogel, der auf den höchsten Felsen horstet, unter sich sieht er die Wolken durch die Täler wogen, mit ihnen ziehen die Schwalben.

Doch das verwehte Wunschbild lässt in uns seinen Mädchenduft zurück, und wir suchen seine Spur auf allen Pfaden seiner Flucht.

Vergebliches Trachten, über alte Leidenschaften neue säen zu wollen! Sie brechen immer wieder hervor, keine Macht der Welt vermöchte sie mit den Wurzeln auszureißen.

Dummköpfe: denken anders als man selbst.

Instinkt: ersetzt die Intelligenz.

Von Liebe träumen heißt von allem träumen, sie ist das Unendliche im Glück, das Mysterium in der Lust.

Angst: verleiht Flügel.

Was tun? Wen lieben? Von wem geliebt werden?

Welch tiefe Ruhe ist über alle Friedhöfe gebreitet! Wenn man dort mit über der Brust gekreuzten Armen liegt, gehüllt in das Leichentuch, dann gleiten die Jahrhunderte vorüber und stören so wenig wie der Wind, der durch das Gras fächelt.

Wer sich Respekt verschaffen will, darf sich nur von seiner hässlichsten Seite zeigen.

Das Menschenherz ist ein unergründlicher Born der Traurigkeit: Nur ein einziges Glück wohnt darin, vielleicht noch ein zweites, aber der Menschheit ganzer Jammer vermag dort zusammenzutreffen und als steter Gast darin zu hausen.

Was hienieden beginnen? Wovon träumen? Was erschaffen? Sagt es mir doch, ihr, denen das Leben eine Lust ist, die ihr einem Ziele nachstrebt und euch um etwas härmt!

Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum, sie wird die Natur aufgefressen haben.

Wenn die Bäume kahl sind, wenn am Himmel die tiefroten Farben des Sonnenuntergangs schwimmen und das vergilbte Gras übergolden, dann gewahrst du mit Entzücken, wie alles verlischt, was jüngst noch in dir brannte.

Ruhm: nicht mehr als ein Rausch.

Unglücklich ist, wer sich nie einen tragischen Zorn gewünscht hat, wer kein Liebeslied auswendig weiß, um es im Mondschein vor sich hin zu flüstern!

Wenn man doch alles, was in einem ist, ausscheiden und einzig ein mit der Fähigkeit des Denkens begabtes Wesen sein könnte!

Es bedarf einer beträchtlichen Verdorbenheit oder Weite des Herzens, um alles lieben zu können.

Aus Scham oder Selbstsucht verbirgt jeder das Beste und Zarteste in seinem Innern.

Reisen, reisen, niemals innehalten, und in unermesslichem Reigen alles auftauchen und schwinden sehen!

Was ist Gleichheit anderes als die Verneinung aller Freiheit, alles Höheren und der Natur selbst?

Warum haben wir unser Glück nicht bis zur letzten Tiefe genossen, als es durch unsere Hände glitt?

Das Reifen des Herzens geht dem des Körpers vorauf.

Denn stets sind Erinnerungen süß, mögen sie gleich traurig oder heiter sein, denn sie gemahnen uns an die Unendlichkeit.

Wie leer ist die Welt für den, der sie einsam durchwandert!

Beim Abschiednehmen kommt ein Augenblick, wo man die Trauer so stark vorausfühlt, dass der geliebte Mensch schon nicht mehr bei einem ist.

Ein wenig Wissen entfernt vom Glauben, sehr viel führt zum Glauben zurück.

Die Begierde nach einer Frau, die man besessen hat, ist etwas Grauenvolles und tausendmal schlimmer als alles andere, fürchterliche Phantasiebilder verfolgen einen wie Gewissensbisse.

Denn es bereitet Lust, zu empfinden, wie die Kälte sich ins Herz schleicht, und sagen zu können, während man es mit der Hand betastet wie einen noch rauchenden Herd: Es brennt nicht mehr.

Erfolg sollte stets nur die Folge, nie das Ziel des Handelns sein.

Und das war, was man die Menschheit zu nennen pflegt: ein oberflächliches Gewimmel von Schurken, Feiglingen, Idioten und Krüppeln.

Das Etwas, wonach fast alle Menschen suchen, ist vielleicht nur die Erinnerung an eine Liebe, die uns im Himmel oder in den ersten Lebenstagen zuteil ward.

Wer kennt all die einsamen Trauergänge am Baches Rand, all die Seufzer, die in warmen Nächten, wenn die Brust zu zerspringen droht, aus übervollem Herzen zu den Sternen dringen?

Das Schenken und Austauschen von Haar ist eines der köstlichsten Liebesspiele.

Blaustrumpf: Ausdruck der Verachtung für jede Frau, die sich für geistige Sachen interessiert.



— Gustave Flaubert (1821 - 1880) war ein französischer Schriftsteller und Romancier.


— Flaubert war zu seiner Zeit sehr einflussreich und gilt als der führende Vertreter des literarischen Realismus in seinem Land.
Bekannt ist er vor allem für seinen Roman „Madame Bovary“ (1857), seine Korrespondenz und seine gewissenhafte Hingabe an seinen Stil und seine Ästhetik.
Der berühmte Kurzgeschichtenautor Guy de Maupassant war ein Protegé von Flaubert.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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