Zitate von Friedrich Schleiermacher

— Die besten Zitate (76), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Friedrich Schleiermacher" (DE; Philosoph)

— Bekanntes Zitat:

Ich weiß aus Erfahrung, dass nichts mehr bildet, als das Bilden anderer Menschen.

Friedrich Schleiermacher (* 21. November 1768 in Breslau, Schlesien; † 12. Februar 1834 in Berlin) war ein deutscher evangelischer Theologe, Altphilologe, Philosoph und Pädagoge.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Friedrich Schleiermacher Zitate (Berufsgruppe: Philosoph / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Ein leeres Vorurteil ist das Alter, die schnöde Frucht von dem tollen Wahn, dass der Geist abhänge vom Körper.

Man darf um keinen Preis die Gegenwart der Kinder irgendeiner Zukunft opfern.

Praxis ist Kunst, Spekulation ist Wissenschaft, Religion ist Sinn und Geschmack fürs Unendliche.

Sinnen Sie immer auf ein Geschenk für mich? Sind das nicht die schönsten und die einzig wahren Geschenke, deren man nicht bedarf?

Das ist des Menschen Ruhm, zu wissen, dass unendlich sein Ziel ist, und doch nie stillzustehen im Lauf. Nie werd’ ich mich alt dünken, bis ich fertig bin; und nie werd’ ich fertig sein, weil ich weiß und will, was ich soll. Bis ans Ende will ich stärker werden und lebendiger durch jedes Handeln, und liebender durch jedes Bilden an mir selbst.

Es ist billig, dass die Politiker Schlendriane sind, weil der größte Teil der Menschen es auch ist, und der Staat den Charakter der Masse aussprechen soll.

Immer mehr zu werden, was ich bin, das ist mein einziger Wille. (Quelle: Monologe, IV. Aussicht; 1800)

In sieben Sprachen schweigen.

Je mehr wir unsere Kinder lieben, desto weniger kann uns das genügen, dass sie in unsere Fußstapfen treten; sondern die Kinder sollten besser werden, als die Eltern waren, und so ein jedes heranwachsende Geschlecht sein erziehendes übertragen zu seiner Zeit.

Man kann nicht jeden Tag etwas Großes tun, aber etwas Gutes.

Was ist das Wesen der Religion? Es ist Mut, also das Gegenteil von Furcht. Es ist Liebe, also das Gegenteil von Selbstsucht; ein religiöser Mensch enthält sich aller kränklichen, weichlichen, trübseligen Einbezogenheit und tritt freudig hervor für das Wohl der Gesamtheit. Es ist Freiheit, also das Gegenteil von allem Knechtsinn.

Die Fantasie aber ist das eigentlich Individuelle und Besondere eines Jeden. (Quelle: Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre; 1803)

Nur was ich selbst hervorgebracht und immer wieder aufs Neue mir erwerbe, ist für mich Besitz.

Nicht der hat Religion, der an eine heilige Schrift glaubt, sondern der welcher keiner bedarf und wohl selbst eine machen könnte.

Keine Bildung ohne Liebe, und ohne eigne Bildung keine Vollendung in der Liebe; eins das andere ergänzend - beides unzertrennlich fort.

Sorge Dich nicht um das, was kommen mag, weine nicht um das, was vergeht; aber sorge, Dich nicht selbst zu verlieren, und weine, wenn Du dahintreibst im Strome der Zeit, ohne den Himmel in Dir zu tragen. (Quelle: Monologe, I. Betrachtung; 1800)

Lieben - das heißt Seele werden wollen in einem anderen.

Soll der Knoten der Geschichte so auseinander gehen? Das Christentum mit der Barbarei, und die Wissenschaft mit dem Unglauben?

Die Jugend will ich dem Alter vermählen, dass auch diese habe die Fülle und durchdrungen sei von der allbelebenden Wärme. Was ist’s denn, worüber sie klagen im Alter? … Was sie klagen, ist nur, dass ihnen die Jugend fehlt. Und die Jugend? Warum fehlt sie ihnen? Weil in der Jugend ihnen das Alter gefehlt hat.

Religion ist das Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit.

Wie manche Ehe mag nach überstandenem Sturme glücklicher und segensreicher geworden sein als sie vorher war.

Kinder erfrischen das Leben und erfreuen das Herz.

Merke auf den Sabbat deines Herzens, dass du ihn feierst, und wenn sie dich halten, so mache dich frei oder gehe zugrunde!

Den Mut, den wir wünschen und schätzen, ist nicht der Mut, anständig zu sterben, sondern männlich zu leben.

Du sollst nicht geliebt sein wollen, wo du nicht liebst.

Nicht von Gottes Strenge kommt es, wenn er viel verlangt vom Menschen, es kommt von seiner großen Milde: weil er will, dass die Seele sich weiter mache, auf dass sie recht viel zu empfangen und er ihr recht viel zu geben vermöge!

Wahre Wissenschaft ist vollendete Anschauung.

Lasse dir keine Grenzen setzen in deiner Liebe, nicht Maß, nicht Art, nicht Dauer! Ist sie doch dein Eigentum: Wer kann sie fordern? Ist doch ihr Gesetz bloß in dir: wer hat dort zu gebieten?

Du sollst keine Ehe schließen, die gebrochen werden muss.

Jetzt schon sei im starken Gemüte des Alters Kraft, dass sie dir erhalte die Jugend, damit später die Jugend dich schütze gegen des Alters Schwäche.

Die Liebe ist blind, das ist die gemeine Rede, aber ist sie nicht im Gegenteil allein sehend?

Pantheismus ist die heimliche Religion der Deutschen.

Der Mensch wird mit der religiösen Anlage geboren wie mit jeder andern, und wenn nur sein Sinn nicht gewaltsam unterdrückt wird, so müsste sie sich auch in jedem unfehlbar auf seine eigne Art entwickeln.

So lange du noch deine inneren Zustände von äußeren Lagen und Umständen ableitest und also auch von diesen Hilfe erwartest, bist du noch nicht auf dem rechten Punkt; denn so lange wünschest du und willst nicht.

Der Glaube ist die unbefriedigte Sehnsucht der Vernunft nach der Phantasie.

Es ist unmöglich, dass einer Religion habe, dabei aber unsittlich; und ebenso unmöglich ist es, dass einer sittlich sein kann ohne Religion oder wahrhaft wissenschaftlich ohne sie.

Wunder ist nur der religiöse Name für Begebenheit.

Wolle ja nicht mäßig sein im Handeln! Lebe frisch immerfort! Keine Kraft geht verloren, als die du ungebraucht in dich zurückdrängst.

Man kann von Aristoteles sagen, dass er den Wald vor Bäumen nicht sieht – das Allgemeine nicht vor dem Besonderen, das Innere nicht vor dem Äußeren. So wenigstens sind die Bücher anima. So ist der der Anfang des Verderbens in der Philosophie.



— Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (1768 - 1834) war ein deutscher evangelischer Theologe, Altphilologe, Philosoph, Publizist, Staatstheoretiker, Kirchenpolitiker und Pädagoge.


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