Zitate von Friedrich Schlegel

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "F. Schlegel" (DE; Philosophen) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Karl Wilhelm Friedrich von Schlegel (1772 - 1829) war ein deutscher Dichter, Kritiker, Philosoph, Historiker und Altphilologe.

— Bekanntes Zitat:

Nur der Schmerz trennt und vereinzelt, in der Freude verlieren sich alle Grenzen.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Friedrich Schlegel" (Berufsgruppe: Philosophen / Land: DE)

Tugend ist zur Energie gewordene Vernunft.


Wie eine Musik aus der Luft überrascht uns das hohe Glück, erscheint und verschwindet.


Ein Geistlicher ist, wer nur im Unsichtbaren lebt, für wen alles Sichtbare nur die Wahrheit einer Allegorie hat.


Tüchtig ist das, was zugleich Nachdruck und Geschick hat, was zermalmende Kraft mit klarer stiller Einsicht verbindet.


Wissbegierde ist die Frucht des ernsten Wollens und Strebens, aus der Wissbegierde entsteht Forschen, aus diesem Erkenntnis und Wissen.


Die Weiblichkeit soll wie die Männlichkeit zur höheren Menschlichkeit gereinigt werden.


Das Geliebte zu vergöttern, ist die Natur des Liebenden.


Der älteste Gegenstand der christlichen Malerei mag wohl derjenige sein, der niemals ganz erschöpft werden wird, noch auch jemals ganz erreicht werden kann: die Mutter Gottes mit dem Kinde.


Liebst du wohl, wenn du nicht die Welt in dem Geliebten findest?


Durch die Künstler wird die Menschheit ein Individuum, indem sie Vorwelt und Nachwelt in der Gegenwart verknüpfen.


Ist jeder endliche Geist nur Ausfluss aus dem Unendlichen: dann ist auch notwendig das, was in jedem endlichen Geist das Höchste ist, abgeleitet aus dem Unendlichen, ist göttlichen Ursprungs.


Leben und unbeschränkte Freude bedeuten Liebe.


Anschauen können wir uns nicht, das Ich verschwindet uns dabei immer. Denken können wir uns aber freilich. Wir erscheinen uns dann zu unserm Erstaunen unendlich, da wir uns doch im gewöhnlichen Leben so durchaus endlich fühlen.


Dieser Augenblick, der Kuss des Amor und der Psyche, ist die Rose des Lebens.


In der Tat, man sollte das Studium des Müßiggangs nicht so sträflich vernachlässigen, sondern es zur Kunst und Wissenschaft, ja zur Religion bilden!


Die wahre Mitte ist nur die, zu der man immer wieder zurückkehrt von den exzentrischen Bahnen der Begeisterung und der Energie, nicht die, welche man nie verlässt.


Nur in der Mitte des Todes entzündet sich der Blitz des ewigen Lebens.


Nur mit Gelassenheit und Sanftmut in der heiligen Stille der echten Passivität kann man sich an sein ganzes Ich erinnern und die Welt und das Leben anschauen.




— Karl Wilhelm Friedrich von Schlegel (1772 - 1829) war ein deutscher Dichter, Kritiker, Philosoph, Historiker und Altphilologe.


— Zusammen mit seinem älteren Bruder August Wilhelm Schlegel (der sich von ihm 1828 öffentlich distanzierte) war er eine der Hauptfiguren der „Jenaer Frühromantik“. Er war ein eifriger Förderer der romantischen Bewegung und inspirierte Samuel Taylor Coleridge, Adam Mickiewicz, Leopold von Ranke und Kazimierz Brodziński.

Schlegel war ein Pionier der vergleichende Linguistik, morphologischen Typologie und Indologie (obwohl er nie in Indien war). Seine Monographie „Über die Sprache und Weisheit der Indier“ (1808) lenkte den Blick vieler Europäer auf Indien. Er entdeckte die „erste Lautverschiebung“ die später als „grimmsches Gesetz“ bekannt wurde.

Als junger Mann war er Atheist, Radikaler und Individualist. 1808 konvertierte er zum Katholizismus. Zwei Jahre später arbeitete er im Dienste von Metternich als Diplomat und Journalist umgeben von Mönchen und frommen Männern der Gesellschaft.


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