Zitate von Friedrich Rückert

— Die besten Zitate (173), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Friedrich Rückert" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Lebe von der Welt geschieden, und du lebst mit ihr in Frieden.

Friedrich Rückert (* 16. Mai 1788 in Schweinfurt; † 31. Januar 1866 in Neuses) war ein deutscher Dichter, Sprachgelehrter und Übersetzer.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Friedrich Rückert Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Am Abend wird man klug, für den vergangnen Tag.
Doch nicht klug genug, für den der kommen mag.

Nicht das Schönste auf der Welt soll dir am meisten gefallen; sondern, was dir wohlgefällt, sei dir das Schönste von allen.

Von deinen Kindern lernst du mehr, als sie von dir.

Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen!
Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen.

Zur Weggenossenschaft gehören beide Gaben, nicht bloß ein gleiches Ziel, auch gleichen Schritt zu haben.

Durch Schaden wird man klug!
sagen alle klugen Leute.
Schaden litt ich genug,
doch bin ich ein Tor noch heute.

Wieviel du wünschen magst, der Wunsch wird weitergehn,
und Glück ist da nur, wo die Wünsche stille stehn.

Auf Künft’ges zähle nicht und zähl’ nicht auf Versprochenes;
klag um Verlornes nicht und denk nicht an Zerbrochnes.

Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, die Menschen machen selbst die Höll’ einander heiß.

Von Ruhm und Ehre wird das Herz durchaus nicht satt.

Mit jeder Sprache, die du erlernst, befreist
du einen bis daher in dir gebundenen Geist.

Ein jeder Tag ist für den Geist ein Erntetag.

O brich den Faden nicht der Freundschaft rasch entzwei!
Wird er auch neu geknüpft, ein Knoten bleibt dabei.

Gesell dich einem Bessern zu,
daß mit ihm deine Kräfte ringen.
Wer selbst nicht weiter ist als du,
der kann dich auch nicht weiterbringen.

Wie Wind im Käfige, wie Wasser in dem Siebe
ist guter Rat im Ohr der Torheit und der Liebe.

Allein ist besser als mit Schlechtem im Verein.
Mit Guten im Verein ist besser als allein.

Ein leicht erwärmter Freund wird leicht erkältet sein.

Am Ende sieht’s ein Tor, ein Klügrer in der Mitte,
und nur der Weise sieht das Ziel beim ersten Schritte.

Sage: Ich bin Ich! Und wie du sagest, fühl es auch
in deinem kleinen Ich des großen Iches Hauch.

Nur aufs Ziel zu sehen verdirbt die Lust am Reisen.

Das Mittelmaß ist gut dem Alter wie der Jugend,
nur Mittelmäßigkeit allein ist keine Tugend.

Gib nicht zu schnell Dein Wort, so brauchst Du’s nicht zu brechen!
Viel besser ist es, mehr zu halten als versprechen.

Daß sie die Perle trägt, das macht die Muschel krank.
Dem Himmel sag’ für Schmerz, der dich veredelt, Dank!

Der Himmel ist nur da, die Erde zu ergänzen.

Die Seele vom Genuss,
o Freund, ist dessen Kürze.
Die Furcht des Todes ist
des Lebens scharfe Würze.
Ein Tor klagt überm Schmaus,
daß er so früh sei aus.
Ein Weiser ißt sich satt
und geht vergnügt nach Haus.

Wie groß für dich du seist, vorm Ganzen bist du nichtig,
doch als des Ganzen Glied, bis du als kleinstes wichtig.

O wünsche nichts vorbei und wünsche nichts zurück! Nur ruhiges Gefühl der Gegenwart ist Glück.

Sind ein Paar kalter
Freunde Winter und Alter:

Winter schröpfend,
Alter erschöpfend;
Winter zwackend,
Alter plackend;
Winter pustend,
Alter hustend;
Winter geht,
Alter steht:
Gerne wär' ich der beiden quitt,
nähme Winter das Alter mit.

Wer etwas ist, bemüht sich nicht zu scheinen.
Wer scheinen will, wird niemals etwas sein.

Wer nicht gewacht hat, kann nicht schlafen.
Wer nicht gelebt hat, kann nicht sterben.

Der Scherz ist ein Versuch, Ungleichheit gleichzustellen.
Drum scherzen ungestraft nur unter sich Gesellen.
Mit Kleinerm scherze nicht, er wird sich überheben,
und nicht mit Größerem, er wird dir’s nicht vergeben!

Du sprichst: Mich reizet Obst nicht mehr. O, laß doch schauen!
Du hast gewiß den Zahn nicht mehr zum Apfelkauen.

Dein wahrer Freund ist nicht, wer dir den Spiegel hält
der Schmeichelei, worin dein Bild dir selbst gefällt.
Dein wahrer Freund ist, wer dich sehn lässt deine Flecken
und sie dir tilgen hilft, eh’ Feinde sie entdecken.

Die Rose stand im Tau,
es waren Perlen grau,
als Sonne sie beschienen,
wurden sie zu Rubinen.

Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.

Ein Hund, der sich regt,
jagt mehr als ein Löwe, der sich legt.

Möge jeder still beglückt
seiner Freuden warten!
Wenn die Rose selbst sich schmückt,
schmückt sie auch den Garten.



— Friedrich Johann Michael Rückert (1788 - 1866) war ein deutscher Sprachgelehrter sowie und einer der Begründer Orientalistik.


— Rückert (Pseudonym Freimund Raimar, Reimar oder Reimer) beherrschte dreißig Sprachen und machte sich vor allem als Übersetzer orientalischer Poesie und als Gedichtschreiber im Geiste orientalischer Meister einen Namen. Er gilt Sprachgenie und als einer der Begründer der deutschen Orientalistik.

Das umfangreichste seiner Werke ist „Die Weisheit des Brahmanen“, erschienen in sechs Bänden von 1836 bis 1839. Zusammen mit „Liebesfrühling“ (1844), einem Zyklus von Liebesliedern, sind dies die bekanntesten Schriften von Rückert.

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