Zitate von Friedrich Hölderlin

— Die besten Zitate (124), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Friedrich Hölderlin" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Da flogen wir, da wanderten wir, wie Schwalben, von einem Frühling der Welt zum andern.

Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar, Württemberg; † 7. Juni 1843 in Tübingen, Württemberg) war ein deutscher Dichter und Lyriker.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Friedrich Hölderlin Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Ich glaube, daß die Ungeduld, mit der man seinem Ziele zueilt, die Klippe ist, an der gerade oft die besten Menschen scheitern.

Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt.

Großer Schmerz und große Lust bilden Menschen am besten.

Trüb ist’s heut, es schlummern die Gäng’ und die Gassen und fast will
Mir es scheinen, es sei, als in der bleiernen Zeit.

Ist nicht göttlich, was ihr höhnt und seellos nennt? Ist besser denn euer Geschwätz die Luft nicht, die ihr trinkt?

Wir sind nichts; was wir suchen, ist alles.

Denn der hat viel gewonnen, der das Leben verstehen kann, ohne zu trauern.

Reines Herzens zu sein,
das ist das Höchste,
was Weise ersannen,
Weisere taten.

Da, wo die Nüchternheit dich verlässt, da ist die Grenze deiner Begeisterung.

Die Kunst ist der Übergang aus der Natur zur Bildung, und aus der Bildung zur Natur

Ich würde Jahrtausende lang die Sterne durchwandern, in alle Formen mich kleiden, in alle Sprachen des Lebens, um dir Einmal wieder zu begegnen. Aber ich denke, was sich gleich ist, findet sich bald.

Es gibt ein Vergessen alles Daseins, ein Verstummen unseres Wesens, wo uns ist, als hätten wir alles gefunden.

Alt zu werden
unter jugendlichen Völkern,
scheint mir eine Lust,
doch alt zu werden da,
wo alles alt ist,
scheint mir schlimmer denn alles.

Komm! ins Offene, Freund!

Das, das gibt erst dem Menschen seine ganze Jugend, dass er Fesseln zerreißt.

Nah ist und schwer zu fassen der Gott. Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.

Was ist die Weisheit eines Buchs gegen die Weisheit eines Engels?
Sie schien immer so wenig zu sagen, und sagte so viel.

Mein ganzes Wesen verstummt und lauscht, wenn der leise geheimnisvolle Hauch des Abends mich anweht.

Ach! der Menge gefällt, was
auf den Marktplatz taugt,
Und es ehret der Knecht nur
den Gewaltsamen.

Tausendmal hab’ ich es ihr und mir gesagt: das Schönste ist auch das Heiligste.

Versöhnung ist mitten im Streit,
Und alles Getrennte findet sich wieder.

Lasst vergehn, was vergeht!
Es vergeht, um wiederzukehren,
es altert, um sich zu verjüngen,
es trennt sich, um sich inniger zu vereinigen,
es stirbt, um lebendiger zu werden.

Der Apfel fällt, wenn er nicht krank ist, erst vom Stamm, wenn er reif ist.

Jede Kunst erfordert ein ganzes Menschenleben.

Denn, ihr Deutschen, auch ihr seid tatenarm und gedankenvoll.

Ich fühl es endlich, nur in ganzer Kraft ist ganze Liebe.

Trauert nicht, wenn eines Herzens Melodie verstummt! Bald findet eine Hand sich, wieder es zu stimmen.

Lass uns vergessen,
dass es eine Zeit gibt,
und zähle die Lebenstage nicht!

Was sind Jahrhunderte
gegen den Augenblick,
wo zwei Wesen so
sich ahnen und nahn.

Ja! Ein göttliches Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist.

Es ist erfreulich, wenn gleiches sich zu gleichem gesellt, aber es ist göttlich, wenn ein großer Mensch die Kleineren zu sich aufzieht.

Was mir nicht Alles, und ewig Alles ist, ist mir Nichts.

Lern im Leben die Kunst, im Kunstwerk lerne das Leben.
Siehst du das Eine recht, siehst du das Andere auch.

Erst wenn die Jugend hin ist, lieben wir sie, und dann erst, wenn die verlorene wiederkehrt, beglückt sie alle Tiefen der Seele.

Dadurch haben sich die Menschen die Ehe zur Hölle gemacht, dass sie sie zu ihrem Himmel machen wollten.

Nun versteh’ ich den Menschen erst, da ich ferne von ihm und in der Einsamkeit lebe!

Schwer ist zu tragen das Unglück, aber schwerer das Glück.

Das macht uns arm bei allem Reichtum, dass wir nicht allein sein können, dass die Liebe in uns, so lange wir leben, nicht erstirbt.

Menschen ist die große Lust gegeben, dass sie selber sich verjüngen, und unbesiegbar groß,
wie aus dem Styx der Götterheld, gehn Völker aus dem Tode, den sie zur rechten Zeit sich selbst bereitet.

Es gibt Grade der Begeisterung. Von der Lustigkeit an, die wohl der unterste ist, bis zur Begeisterung des Feldherrn, der mitten in der Schlacht unter Besonnenheit den Genius mächtig erhält, gibt es eine unendliche Stufenleiter. Auf dieser auf und abzusteigen, ist Beruf und Wonne des Dichters.



— Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770 - 1843) war ein deutscher Lyriker und Dichter.


— Hölderlin, der auch als „der germanischste der Deutschen“ beschrieben wurde, war eine Schlüsselfigur der deutschen Romantik. Vor allem aufgrund seiner frühen Verbindung mit, und dem philosophischen Einfluss auf, Hegel und Schelling war er auch ein wichtiger Denker in der Entwicklung des deutschen Idealismus. Auch interagierte er während seines Studiums mit Fichte und Novalis.

Hölderlin folgte der Tradition von Goethe und Schiller als Bewunderer der griechischen Mythologie und der antiken griechischen Dichter wie Pindar und Sophokles und verschmolz in seinen Werken christliche und hellenische Themen. Martin Heidegger, auf den Hölderlin einen großen Einfluss hatte, sagte: „Das poetische Verständnis seiner Poesie ist nur als eine philosophische Konfrontation mit der Manifestation möglich in seiner Arbeit erreicht werden.“

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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