Zitate von Franz Kafka

— Die besten Zitate (101), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Franz Kafka" (HU; Schriftsteller)

Kaffee dehydriert den Körper nicht, ich wäre sonst schon Staub.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Franz Kafka Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: HU) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Wer für die Zukunft sorgt, ist weniger vorsorglich, als wer nur für den Augenblick sorgt, denn er sorgt nicht einmal für den Augenblick, sondern nur für dessen Dauer.

Die Guten gehn im gleichen Schritt. Ohne von ihnen zu wissen, tanzen die anderen um sie die Tänze der Zeit.

Beim Kegeln kommt der ganze Mensch zum Vorschein.

Über die Arbeit klage ich nicht, wie über die Faulheit der sumpfigen Zeit.

Das Glück, das dir am meisten schmeichelt, betrügt dich am ehesten.

Die Märtyrer unterschätzen den Leib nicht, sie lassen ihn auf dem Kreuz erhöhn, darin sind sie mit ihren Gegnern einig.

Wer statt Gedudel Musik, statt Vergnügen Freude, statt Geld Seele, statt Betrieb echte Arbeit, statt Spielerei echte Leidenschaft verlangt, für den ist diese hübsche Welt hier keine Heimat. (Steppenwolf)

Was ist fröhlicher als der Glaube an einen Hausgott!

In der Jugend ist man glücklich, weil man die Fähigkeit hat, das Schöne zu sehen. Wer diese Gabe bewahrt, wird niemals alt.

Alle diese Gleichnisse wollen eigentlich nur sagen, dass das Unfaßbare unfaßbar ist, und das haben wir gewusst. Aber das, womit wir uns jeden Tag abmühen, sind andere Dinge.

Was ist Reichtum? Für jemanden ist ein altes Hemd schon Reichtum. Ein anderer ist mit zehn Millionen arm.

An Fortschritt glauben heißt nicht glauben, dass ein Fortschritt schon geschehen ist. Das wäre kein Glauben.

Das entschieden Charakteristische dieser Welt ist ihre Vergänglichkeit.

Geiz ist ja eines der verlässlichsten Anzeichen tiefen Unglücklichseins.

Die Kunst fliegt um die Wahrheit, aber mit der entschiedenen Absicht, sich nicht zu verbrennen.

Alles, selbst die Lüge, dient der Wahrheit; Schatten löschen die Sonne nicht aus.

Wie kann man nur auf den Gedanken kommen, dass Menschen durch Briefe miteinander verkehren können! Man kann an einen fernen Menschen denken, und man kann einen nahen Menschen fassen, alles andere geht über Menschenkraft.

Es gibt nichts anderes als eine geistige Welt; was wir sinnliche Welt nennen, ist das Böse in der geistigen, und was wir böse nennen, ist nur eine Notwendigkeit eines Augenblicks unserer ewigen Entwicklung.

Die Lüge wird zur Weltordnung gemacht. (Aus: Der Prozess)

Verstecke sind unzählige, Rettung nur eine, aber Möglichkeiten der Rettung wieder so viele wie Verstecke.

Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend.

Darum sind die revolutionären geistigen Bewegungen, welche alles Frühere für nichtig erklären, im Recht, denn es ist noch nichts geschehen.

Nicht jeder kann die Wahrheit sehen, aber jeder kann die Wahrheit sein.

Die sinnliche Liebe täuscht über die himmlische hinweg; allein könnte sie es nicht, aber da sie das Element der himmlischen Liebe unbewusst in sich hat, kann sie es.

Das Verführungsmittel dieser Welt sowie das Zeichen der Bürgschaft dafür, dass diese Weit nur ein Übergang ist, ist das gleiche. Mit Recht, denn nur so kann uns diese Welt verführen und es entspricht der Wahrheit. Das Schlimmste ist aber, dass wir nach geglückter Verführung die Bürgschaft vergessen und so eigentlich das Gute uns ins Böse, der Blick der Frau in ihr Bett gelockt hat.

Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und Antworten sind im Hund enthalten.

Wer die Fragen nicht beantwortet, hat die Prüfung bestanden.

Diese Umzüge sind eine der widerlichsten Begleiterscheinungen des Krieges.

Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze.

Psychologie ist Lesen einer Spiegelschrift, also mühevoll, und was das immer richtige Resultat betrifft, ergebnisreich, aber wirklich geschehn ist nichts.

Nur unser Zeitbegriff lässt uns das Jüngste Gericht so nennen, eigentlich ist es ein Standrecht.

Gespräche nehmen allem, was ich denke, die Wichtigkeit, den Ernst, die Wahrheit.

Die Furcht ist das Unglück, deshalb ist nicht Mut das Glück, sondern Furchtlosigkeit.

Heiraten, eine Familie gründen, alle Kinder, welche kommen, hinnehmen, in dieser unsicheren Welt erhalten und gar noch ein wenig führen, ist meiner Überzeugung nach das Äußerste, dass einem Menschen überhaupt gelingen kann.

Die Träumenden und die Wünschenden halten den feineren Stoff des Lebens in den Händen.

Eines der wirksamsten Verführungsmittel des Bösen ist die Aufforderung zum Kampf.

Ich gehe absichtlich durch die Gassen, wo Dirnen sind. Das Vorübergehen an ihnen reizt mich, diese ferne, aber immerhin bestehende Möglichkeit, mit einer zu gehn. Ist das Gemeinheit?

Jeder lebt hinter einem Gitter, das er mit sich herumträgt.

Mein Kahn ist ohne Steuer, er fährt mit dem Wind, der in den untersten Regionen des Todes bläst.

Das Negative allein kann, wenn es noch so stark ist, nicht genügen, wie ich in meinen unglücklichsten Zeiten glaube. Denn wenn ich nur die kleinste Stufe erstiegen habe, in irgendeiner, sei es auch der fragwürdigsten Sicherheit bin, strecke ich mich aus und warte, bis das Negative - nicht etwa mir nachsteigt - sondern die kleine Stufe mich hinabreißt. Darum ist es ein Abwehrinstinkt, der die Herstellung des kleinsten dauernden Behagens für mich nicht duldet und zum Beispiel ein Ehebett zerschlägt, ehe es noch aufgestellt ist.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.