Zitate von François de La Rochefoucauld

— Die besten Zitate (283), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "François de La Rochefoucauld" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

François de La Rochefoucauld (* 15. September 1613 in Paris; † 17. März 1680 ebenda) war ein zeitweise politisch aktiver französischer Adeliger und Militär, der jedoch vor allem als Literat in die Geschichte eingegangen ist.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten François de La Rochefoucauld Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Wer sich zuviel mit Kleinem abgibt, wird meist unfähig für das Große.

Die Leidenschaften sind die einzigen Redner, die immer überzeugen.

Moralische Entrüstung besteht in den meisten Fällen aus 2% Moral, 48% Hemmungen und 50% Neid.

Der höchste Beweis der Freundschaft ist nicht, einem Freund unsere Fehler, sondern ihm seine bemerkbar zu machen.

Wir verzeihen oft denen, die uns langweilen, aber niemals denen, die wir langweilen.

Gerechtigkeitsliebe ist bei den meisten Menschen nur Besorgnis, Ungerechtigkeit zu erleiden.

Wir sind alle stark genug, um zu ertragen was anderen zustößt.

Wer eine Lüge sagt, merkt nicht, welch große Aufgabe er übernimmt; denn er wird gezwungen sein, zwanzig weitere zu finden, um diese eine aufrechtzuerhalten.

Essen ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst.

Wir lieben immer die, welche uns bewundern, aber nicht immer die, welche wir bewundern. (Quelle: Betrachtungen)

Wir sprechen fast nur denen gesunden Menschenverstand zu, die unserer Meinung sind.

Vollendete Tapferkeit besteht darin, ohne Zeugen zu tun, was man vor aller Welt tun möchte.

Das Glück bringt so einige Fehler in Ordnung, die selbst der Verstand nicht zu korrigieren wüsste.

Einer der Gründe, warum man in der Konversation so selten verständige und angenehme Partner findet, ist, dass es kaum jemanden gibt, der nicht lieber an das dächte, was er sagen will, als genau auf das zu antworten, was man zu ihm sagt.

Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?

In der Freundschaft wie in der Liebe ist man oft glücklicher durch das, was man nicht weiß, als durch das, was man weiß.

Die wahre Beredsamkeit besteht darin, das zu sagen, was zur Sache gehört, und eben nur das.

Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.

Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen.

Der Wunsch klug und tüchtig zu erscheinen, hindert uns oft, es zu werden.

An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.

Stolz will nicht schulden, Eigennutz nicht zahlen.

Die Philosophen verdammen den Reichtum nur, weil wir ihn schlecht gebrauchen.

Es gibt naive Menschen, die sich erkennen und ihre Naivität geschickt zu benutzen verstehen.

Wenn die Laster uns verlassen, schmeicheln wir uns mit dem Wahn, wir hätten sie verlassen.

Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in dieser Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.

Es ist schwerer, Gefühle die man hat, zu verbergen, als solche, die man nicht hat, zu heucheln.

Die meisten Fehler, die man hat, sind verzeihlicher, als die Mittel, die man anwendet, um sie zu verbergen.

Wer ohne die Welt auszukommen glaubt, irrt sich. Wer aber glaubt, daß die Welt nicht ohne ihn auskommen könne, irrt sich noch viel mehr.

Wir werden eher durch das Schicksal als durch unsere Vernunft gebessert.

Wir sind so gewöhnt, uns vor anderen zu verstellen, dass wir es zuletzt auch vor uns selber tun.

Heuchelei ist eine Huldigung, welche das Laster der Tugend darbringt.

Mit der wahren Liebe ist's wie mit den Geistererscheinungen: alle Welt spricht darüber, aber wenige haben etwas davon gesehen.

Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.



— François VI. de La Rochefoucauld (1613 - 1680) war ein Autor und Aphoristiker.


— Bevor Rochefoucauld nach dem Tod seines Vaters 1650 den Herzogstitel erbte, trug er den Title „Prince de Marcillac“. Im Alter von 15 Jahren wurde er standesgemäß mit Andrée de Vivonne verheiratet (das Paar hatte 8 Kinder). Bereits 4 Jahre später zog er sich den Unwillen Richelieus, und später auch des Kardinals Mazarin. Er wurde auf seine Güter verbannt. In den folgenden Jahrzehnten gab es immer wieder Konflikte (Stichwort: Fronde) mit der Krone, und Rochefoucauld floh schließlich 1652 ins österreichische Luxemburg. Ein Jahr später machte er doch seinen Frieden mit Mazarin und dem jungen Ludwig XIV, und kehrte nach Paris zurück.

1964 veröffentlichte er erstmals eine Sammlung von „Sentenzen und Maximen“. Das Buch mit pointierten, meist pessimistischen, oft sarkastischen Texte verkaufte sich gut, und es erschienen in den folgenden 14 Jahren insgesamt 5 Neuauflagen, in denen die Anzahl der Aphorismen von zunächst rd. 300 auf rd. 500 anwuchs.

Als Autor reflektierte Rochefoucauld über den Menschen und die Gesellschaft des späten 16. bis 18. Jahrhunderts. Er und seine Kollegen wurden später in der französischen Literaturgeschichte unter dem Namen „Moralisten“ zusammengefasst.

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