Zitate von Eugen Drewermann

— Die besten Zitate (30), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Eugen Drewermann" (DE; Theologe)

— Bekanntes Zitat:

Die Helden von Troja kennt ein jeder - von den friedlichen minoischen Königen kennen wir nicht einen einzigen mit Namen.

Eugen Drewermann (* 20. Juni 1940 in Bergkamen) ist ein deutscher Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Eugen Drewermann Zitate (Berufsgruppe: Theologe / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Die Botschaft Jesu war nicht: Fallt vor mir auf die Knie, sondern: Macht euch nach meiner Weise auf die Socken.

Die Führer, die Alpha-Leute der Gruppe, müssen definieren, welche Leute in der Gruppe zuunterst stehen und die Omega-Position einzunehmen haben.

Die besondere Dynamik des kapitalistischen Wirtschaftssystems besteht darin, dass Geld und Zins miteinander verbunden werden …
Rein mathematisch reißt der Zins die Menschen auseinander: diejenigen, die an der Armut zugrunde gehen, und diejenigen, die an der Zahlungsnot des Kreditnehmers immer reicher werden.
(Aus: Jesus von Nazareth - Befreiung zum Frieden)

Das, wovor wir am meisten Angst haben, ist häufig das, worauf wir am meisten hoffen.

Das Maß unserer Menschlichkeit bestimmt sich wesentlich danach, inwieweit wir über Worte verfügen, die das Erleben und die Gefühlswelt von Menschen auszudrücken vermögen. (Aus: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen)

Die Spirale uralter Angst voreinander treibt die Anstrengungen der technischen Vernunft ins völlig Wahnwitzge.

Märchen sind die letzte Literaturgattung, die uns in dem Glauben verführt, daß die Liebe eine Chance auf dieser Welt hat.

Ohne Zweifel hängt die Fähigkeit zu Liebe wesentlich davon ab, dass der Mensch die Angst der Gottesferne überwindet, die seine Liebe zerstört; alle Angst ist egozentrisch und überzieht den anderen mit den Projektionen eigener Erwartungen und Befürchtungen.

Es gehört zu den ewigen Gesetzen der Angst, dass wir uns, wenn der Boden zu schwanken beginnt, anzuklammern versuchen.

Zwischen Verstand und Frömmigkeit darf nicht ewige Spaltung bestehen.

Dass Menschen in Schuld geraten, ist schlimm; aber sich schuldig zu fühlen und nicht an Vergebung glauben zu können, - das ist die Hölle.

Jesus wollte diese Kirche nicht!

Die Angreifer von heute fühlen sich nicht selten als die Angegriffenen von gestern.

Die Verlagerung der militärischen in die ökonomische Auseinandersetzung ist kein "Nichtkrieg", sondern sie richtet wirtschaftlich wie ökologisch furchtbare Zerstörungen an.

Es ist das Wichtigste, was wir im Leben lernen können: das eigene Wesen zu finden und ihm treu zu bleiben.

Günstig für den Frieden ist nicht eine starke Armee, sondern überhaupt keine Armee.

Jede menschliche Gruppe tendiert dahin, abweichende Meinungen und Haltungen auf ein Mittelmaß zusammenzudrücken.

Man muss sich vor Augen halten, daß es noch keine 150 Jahre her ist, als die systematische Ausrottung der 1,5 Millionen nordamerikanischer Indianer eine beschlossene Sache wurde.

Psychologisch ergibt sich das Phänomen des Fanatismus dann, wenn jemand nicht aus seinem Ich lebt, sondern seine ganze Anerkennung und Selbstachtung darauf gründet, sich einem äußerst rigiden Überich zu unterwerfen.

Es gibt Augenblicke in unserem Leben, die endgültig sind, und wer bestimmte Entscheidungen immer wieder aufschiebt, für den kann es eines Tages unerbittlich heißen: zu spät! (Aus: Das Markusevangelium)

Die Leistungsbewertung schafft unvermeidlich ein Feld lateraler Konkurrenz, und der Übersprung zur offenen Konfrontation mag in männerorientierten Gesellschaften tatsächlich weitaus leichter fallen als in weiblich bestimmten.

Wenn das gesamte Dasein des Menschen nur noch aus Angst besteht, verwandeln sich alle Strukturen seiner kreatürlichen Existenz von Segen in Fluch, von Heil in Unheil, von Glück in Unglück.

Jedes soziale System wird sich, solange es kann, gegen seine Selbstauflösung zur Wehr setzen; die Botschaft Jesu aber droht bis heute das Funktionieren des gesamten politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gefüges der Staaten und Nationen, der Kirchen und Verbände, der Banken und Konzerne, der Waffenexporteure und des Militärs von Grund auf zu gefährden; was Wunder also, dass das bestehende System sich gegen den Mann aus Nazareth zur Wehr setzt, wie das Immunsystem des Körpers sich gegen einen eingedrungenen Virus zur Wehr setzen wird?

Das ist das ganze Geheimnis eines Kindes, dass es uns durch sein bloßes Dasein nötigt, es zu lieben, und dass es davon lebt, geliebt zu werden.

Unter Sünde verstehen die meisten Leute einen Verstoss gegen den Diätplan.

Kein Mensch kann die Konflikte seines Lebens lösen, solange die Angst vor Strafe sein Ich, seinen Entscheidungsspielraum, seine Freiheit besetzt hält. Eben deshalb ist es nach Jesu Meinung unendlich wichtig, den Menschen zu sagen, wer Gott wirklich ist: immer schon, im voraus zu allem, was irgend geschehen mag, hat Gott dem Menschen, jedem einzelnen von uns, vergeben! Gott "kann" nicht vergeben, er ist die Vergebung!

Sprechen wir nicht länger vom «Menschensohn»; formulieren wir das «apokalyptische» Anliegen Jesu ganz einfach so: «Mit der Menschlichkeit kann man nicht warten. Nur wer sie jetzt lebt, nur wer sie heute verwirklicht, gewinnt sich, bewahrt sich, bewährt sich als Mensch. Wer sie hingegen jetzt nicht lebt, nicht heute, nicht in diesem Augenblick, der vertut sich, der verliert sich, der ist ein Verlorener, so viel Gewinn er dabei auch zu machen hofft.» «Denn was nutzt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden an seiner Seele (an seinem Selbst!) leidet!» (Mk 8,36). Richtig zu leben oder gar nicht zu leben - das bedeutet die Entscheidung für oder gegen die Botschaft Jesu.

Ohne Zweifel ist das Christentum, kaum an die Macht gelangt, in der abendländischen Geschichte vor keiner Gewaltanwendung zurückgescheut, wenn es galt, die eigene Lehre gegen die Ungläubigen durchzusetzen.



— Eugen Drewermann (* 1940) ist ein deutscher Kirchenkritiker, Theologe, Friedensaktivist und suspendierter römisch-katholischer Priester.


— Als suspendierter römisch-katholischer Priester trat Drewermann 2005 aus der Kirche aus. Er ist ein wichtiger Vertreter der tiefenpsychologischen Exegese und als kirchenkritischer Publizist tätig.

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Sprüche und Zitate von bekannten Priestern, Mystikern, Religionsgründern, Seelsorgern, Geistlichen, etc.