Zitate von Ernst Bloch

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "E. Bloch" (DE; Philosophen) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 

Der Aberglaube an die automatische Wirkung der Einsicht kommt außerhalb der schematischen Propaganda nur noch bei alten Mathematiklehrern vor.


— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Ernst Bloch" (Berufsgruppe: Philosophen / Land: DE)

Nur still - da geht einer in sich. Das bessert ihn, wie er meint. Doch das merkt niemand, bleibt er darin zu lange. Er tritt dann oft nur auf sich selber herum.


Es gibt nur Karl May und Hegel - alles dazwischen ist eine unreine Mischung.


So ist der Satz Thomas Manns, dass Schriftsteller Leute seien, denen das Schreiben schwerer fällt als anderen, auch dahin variierbar, dass Philosophen das Denken schwerer fällt als anderen.


Die Menschen haben keinen aufrechten Gang, wenn das gesellschaftliche Leben noch schiefliegt.


Merkwürdigerweise, bedeutsamerweise teilt Hegel, sonst ein Freund der interesselosen Minerva, weder den formalistischen Standpunkt, noch den der Illusion; die Kunst ist ihm kein erkenntnisloses Als-Ob.


Man lebt nicht, um zu leben. Sondern weil man lebt und hat sich dies Weil nicht ausgesucht.


Der menschliche Hunger ist selten einstöckig, wie der der Tiere, und was er isst, schmeckt nach mehr.


Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen.


Kunst ist absolute Endlichkeit, auch dort, wo sie, wie in allen ihren bedeutenden Äußerungen, transparent ist.


Woher stammt nur der Aberglaube, dass die Wahrheit sich selber Bahn breche?


Als der und jener scheint zwar jeder schon da. Aber keiner ist, was er meint, erst recht nicht, was er darstellt. Und zwar sind nicht zu wenig, sondern zu viel von Haus aus für das, was sie wurden. Später gewöhnen sie sich an die Haut, in der sie nicht nur stecken, sondern in die man sie auch noch gesteckt hat, beruflich oder wie sonst.


Dasjenige, was im Schwange ist, findet seine Mitläufer nicht so sehr, weil es modisch als weil es vorteilhaft ist.


Heimat ist ein Ort, an dem noch niemand gewesen ist.


Zeit ist nur dadurch, dass etwas geschieht, und nur dort, wo etwas geschieht.


Nur ein Atheist kann ein guter Christ sein, nur ein guter Christ kann ein Atheist sein.


Altwerden bezeichnet also nicht nur eine wünschenswerte Zeitstrecke, auf der möglichst viel erlebt worden ist, möglichst viel in seinem Ausgang erfahren werden kann. Altwerden kann auch ein Wunschbild dem Zustand nach bezeichnen: das Wunschbild des Überblicks, gegebenenfalls Ernte.


Dienen und der Zwang zu gefallen sind im weiblichen Leben verwandt, denn das Gefallen macht gleichfalls dienstbar.


So ist Kunst Nicht-Illusion, denn sie wirkt in einer Verlängerungslinie des Gewordenen, in seiner gestalt-gemäßeren Ausprägung.


Werden bedeutet immer, dass ein Etwas wird, gestaltet wird. Und Gestalten: Es bedeutet schon sprachlich das Zeitwort von Gestalt, sachgemäß ihr formendes Geschehen.




— Ernst Simon Bloch (1885 - 1977) war ein deutscher Philosoph.



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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Philosophen") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Gelehrten, Denkern, Theoretikern, Soziologen, etc.