Zitate von Elias Canetti

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "E. Canetti" (DE; Schriftsteller) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Elias Canetti (1905 - 1994) war ein in Bulgarien geborener, deutschsprachiger Schriftsteller und Aphoristiker.

— Bekanntes Zitat:

Alles was man vergessen hat, schreit im Traum um Hilfe.



— Die besten Zitate, schönsten Sprüche, beliebten Weisheiten, und tiefgründigen Aphorismen von "Elias Canetti" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE)

Immer zierlicher die Uhren, immer gefährlicher die Zeit.


Feig, wirklich feig ist nur, wer sich vor seinen Erinnnerungen fürchtet.


Man weiß nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiß man denn, was draus wird, wenn sie nicht verändert werden?


Die Tage werden unterschieden, aber die Nacht hat einen einzigen Namen.


Wie leicht sich das sagt: sich selber finden! Wie man erschrickt, wenn es wirklich geschieht!


Die Vorstellung, dass einem das Leben geschenkt worden ist, erscheint mir ungeheuerlich.


Wer von all seinen Gewohnheiten Kenntnis nähme, wüßte nicht mehr, wer er ist.


Wie oft muß man sagen, was man ist, bis man es wirklich wird?


Sehr schwer ist es, nicht mehr zu sagen, als man sagen will.


Erfolg hört nur auf Applaus. Für alles andere ist er taub.


Als ob man wissen könnte, welcher guten Tat ein Mensch fähig ist! Man weiß ja auch nicht, welcher schlechten.


Das Gefährliche an den Verboten: dass man sich auf sie verläßt, dass man nicht darüber nachdenkt, wann sie zu ändern wären.


Das Gefährlichste an der Technik ist, dass sie ablenkt, vom dem, was den Menschen wirklich ausmacht, vom dem, was er wirklich braucht.


Es gibt keine größere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.


Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der die Macht attackiert hat, ohne sie für sich zu wollen.


Man mag drei- oder viertausend Menschen gekannt haben, man spricht aber immer nur von sechs oder sieben.


Wie wenig du gelesen hast, wie wenig du kennst - aber vom Zufall des Gelesenen hängt es ab, was du bist.




— Elias Canetti (1905 - 1994) war ein in Bulgarien geborener, deutschsprachiger Schriftsteller und Aphoristiker.


— Canetti war der älteste Sohn einer wohlhabenden sephardisch-jüdischen Kaufmannsfamilie und wuchs in Russe (Bulgarien), Manchester (England) und Wien auf.
Er studierte ab 1924 Chemie an der Wiener Universität ohne viel Interesse für das Fach (Promotion 1929). Nebenher ging er seinen eigentlichen Interessen nach, die ein breites Spektrum an literarischen und philosophischen Themen umfassten.

Canetti besuchte vier Jahre lang die Vorlesungen des Kritikers und Satirikers Karl Kraus, den er (wie viele seiner Zeitgenossen) geradezu fanatisch verehrte.

Er verbrachte auf Einladung einer Freundin den Sommer 1928 in Berlin, und knüpfte dort Kontakte zur intellektuellen Szene, u.a. zu Berthold Brecht.
Der Kontrast zwischen dem gemütlichen Wien und dem „Irrenhaus“ Berlin regte ihn zu seinem Roman „Die Blendung“ an, den er 1930/31 schrieb, der 1935 veröffentlicht wurde und 1946 in einer viel beachteten englischen Übersetzung erschien.

Für diesen Roman erhielt er 1981 den Nobelpreis für Literatur: „für Schriften, die von einer breiten Perspektive, einer Fülle von Ideen und künstlerischer Kraft geprägt sind“.

Nach dem Anschluss Österreichs ans „Dritte Reich“ emigrierte Canetti mit seiner Frau Veza (1897 – 1963; geb. Venetiana Taubner-Calderon) zur Jahreswende 1938/1939 über Frankreich nach London. Er konzentrierte sich ganz auf die Recherchen zu seinem lange geplanten Buch „Masse und Macht“ das als sein einziges Werk nach zwanzig Jahren 1960 erschien und zu seiner Enttäuschung kaum auf Resonanz stieß.

Seine Frau Veza verstarb 1963 und 1971 heiratete er die Kunstrestauratorin Hera Buschor und zog nach Zürich, wo er 1994 im Alter von 89 Jahren starb.


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