Zitate von Denis Diderot

— Die besten Zitate (65), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Denis Diderot" (FR; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Der Zynismus, so verabscheuungswürdig, so unangebracht er auch in der Gesellschaft sein mag, ist für die Bühne hervorragend geeignet.

Denis Diderot (* 5. Oktober 1713 in Langres; † 31. Juli 1784 in Paris) war ein französischer Abbé, Schriftsteller, Übersetzer und Philosoph.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Denis Diderot Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: FR) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Prägnante Sätze sind wie scharfe Nägel, welche die Wahrheit in unser Gedächtnis zwingen.

Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge.

Wozu, in Teufels Namen, soll man denn sein Geld verwenden, als auf einen guten Tisch, gute Gesellschaft, gute Weine, schöne Weiber, Vergnügen von allen Farben, Unterhaltungen aller Art?

Der Priester, ob gut oder schlecht, ist immer ein zweideutiges Geschöpf, ein zwischen Himmel und Erde schwebendes Wesen.

Unsere Tugenden sind ebenso eigennützig wie unsere Laster.

Während wir in den Büchern lesen, lesen die Frauen im großen Buch der Welt. So befähigt sie gerade ihre Unwissenheit, die Wahrheit ohne Zögern aufzunehmen.

Bevor wir die Reise um die Welt beginnen, sollten wir die Reise um uns beendigen.

Der Aberglaube ersinnt eher die verrücktesten und plumpsten Hirngespinste, als daß er Ruhe gibt. Diese Hirngespinste werden später durch die Zeit und die Leichtgläubigkeit der Völker geheiligt.

Wenn alles in dieser Welt vortrefflich wäre, so gäbe es gar nichts Vortreffliches.

In vollen Zügen trinken wir die schmeichelnde Lüge, aber nur tropfenweise schlucken wir die bittere Wahrheit hinunter.

Wenn ein Räuber den anderen beraubt, so lacht der Teufel dazu.

Überhaupt ist das Symbol der Frauen das der Apokalypse, und auf ihrer Stirn steht geschrieben: Mysterium.

Was aber wird Gott mit denjenigen machen, die nichts von seinem Sohn gehört haben? Wird er Taube bestrafen, weil sie nichts hören konnten?

Bei einem galanten Volk wie dem unsrigen hat eine Liebeserklärung mit Gefühlen nichts zu tun.

Nehmt einem Christen die Furcht vor der Hölle, und ihr nehmt ihm seinen Glauben.

Die Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last will abgeschüttelt sein.

Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und wenn man vom Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei unvereinbare, einander widersprechende Geschenke gemacht. (Aus: Zusätze zu den philosophischen Gedanken, 1821)

Es gibt ein geheimes Band zwischen den Frauen; sie hassen einander, aber sie nehmen einander in Schutz.

Über die Fehler meines Freundes rede ich nur mit ihm selbst.

Das Jesus Christus, der Gott ist, vom Teufel versucht worden sei, ist ein Märchen, das aus ›Tausendundeiner Nacht‹ stammen könnte.

Man sagt, die Liebe raubt denen den Verstand, die welchen haben, und gibt ihn jenen, die keinen haben.

Der Aberglaube ist überall eine notwendige Folge außergewöhnlicher Naturerscheinungen, deren Gründe unbekannt sind.

Die Scharlatane, die nicht schweigen können und die Schweigen und Bescheidenheit für Symptome von Unwissenheit und Dummheit halten, legen sich unerschöpfliche Zitatenschätze zu.

Im stillen schreibt sich das Genie wohl ein jeder zu; aber ich glaube doch nicht, daß sie sich unterstünden, es zu bekennen.

Die Religion hat so viele Menschen böse gemacht, tut es noch und wird es immer tun.

Die Unwissenheit ist weniger weit von der Wahrheit entfernt als das Vorurteil.

Der Gott der Christen ist ein Vater, der ein riesiges Aufhebens um seine Äpfel macht, aber keine großen Versuche unternimmt, seinem Sohn zu helfen.

Der Despotismus bedeutet die Willkürherrschaft eines einzelnen über die Mehrheit mit Hilfe einer Minderheit; aber der Despot kann zur Willkürherrschaft erst gelangen, nachdem er diese Minderheit verdorben hat.

Die Philosophen haben viele Schlechtigkeiten über den Klerus gesagt.
Die Kleriker viele Schlechtigkeiten über die Philosophen.
Aber niemals töteten Philosophen Kleriker, doch Kleriker viele Philosophen.

Dem Volk sollte die Satire und die Kritik erlaubt sein: Der verborgene Hass ist gefährlicher als der ersichtliche.

Von allen Arten Mut gibt's eine, die die Frauen
vor den Männern voraus haben, den gegen Schmerz.

Sokrates oder das Gericht, das ihm den Schierling reichte,
wer von beiden ist nun der Entehrte?

Gehorsam geloben heißt, dem unveräußerlichen Menschenrecht entsagen, der Freiheit.

Christus hat gesagt, er sei gekommen, um den Gatten von der Gattin, die Mutter von ihren Kindern, den Bruder von der Schwester, den Freund vom Freunde zu trennen; seine Vorhersage hat sich nur zu getreulich erfüllt.

Es gibt nur eine Verpflichtung: glücklich zu sein.



— Denis Diderot (1713 - 1784) war ein französischer Philosoph, Kunstkritiker und Schriftsteller.


— Diderot war eine prominente Figur zur Zeit der Aufklärung und ist, neben seinen Bühnenwerken, bekannt als Mitbegründer (zusammen mit Jean-Baptiste le Rond d’Alembert) der Encyclopédie (die wohl berühmteste frühe Enzyklopädie im heutigen Verständnis) zu der er selbst als Enzyklopädist etwa 6000 von insgesamt 72.000 Artikeln beitrug.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.