Zitate von Christoph Martin Wieland

— Die besten Zitate (36), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Christoph Martin Wieland" (DE; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Christoph Martin Wieland (* 5. September 1733 in Oberholzheim bei Biberach an der Riß; † 20. Januar 1813 in Weimar, Sachsen-Weimar-Eisenach) war ein deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Christoph Martin Wieland Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Das wahre Glück, das Eigentum der Weisen,
steht fest, indes Fortunens Kugel rollt.

Laß dir an dem Bewusstsein genügen, deine Pflicht getan zu haben! Andere mögen es erkennen oder nicht.

Ein einz'ger Augenblick kann alles umgestalten.

Nur zu oft sind die Götter bloße Drahtpuppen ihrer Priester.

Schwärmerei steckt wie der Schnupfen an:
Man fühlt, ich weiß nicht was, und eh' man wehren kann,
ist unser Kopf des Herzens nicht mehr mächtig.

Der Wein gibt Witz und stärkt den Magen.

Sorgt immer für den Augenblick,
Und Gott lasst für die Zukunft sorgen.

Die Herren dieser Art blendet oft zu vieles Licht, sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.(Quelle: Musarion, oder Die Philosophie der Grazien. Zweites Buch; 1768.)

Bei leerem Magen sind alle Übel doppelt schwer.

Ein Wahn, der mich beglückt, ist eine Wahrheit wert, die mich zu Boden drückt.

Die Stimme der Natur lässt sich nicht überschreien.

Denn für den Unwissenden ist alles möglich.

Wir können einem anderen nichts nützen, sofern wir nicht den Weg zu seinem Herzen finden.

Die Kunst, reich zu werden, ist im Grunde nichts Anderes, als die Kunst, sich des Eigentums anderer Leute mit ihrem guten Willen zu bemächtigen.

Wem nicht wenig genügt, den macht kein Reichtum satt.

Religion und Interpunktion sind Privatsache!

Mäßigung und freiwillige Enthaltsamkeit sind das sicherste Verwahrungsmittel gegen Überdruß und Erschlaffung.

Wer hoch zu stehen meint, ist seinem Fall nahe.

Die Natur und unser eignes Herz sind gleichsam die Tafeln, in welche Gott seine unwandelbaren Gesetze mit unauslöschlichen Zügen eingegraben hat.

Der Mensch ist nur dann an Leib und Seele gesund, wenn ihm alle seine Verrichtungen, geistige und körperliche, zum Spiele werden.

Wir lernen durch Irren und Fehlen und werden Meister durch Übung.

Was du mit Glauben und Mut begonnen hast, das hilft dir Gott vollenden.

Eine überraschende Freude und ein zartfühlendes Herz sind selten beredt.

Tugend ist Mut, immer nach den ewigen Gesetzen der Vernunft zu handeln.

Friede ist immer die letzte Absicht des Krieges.

Auch die frostige Gesellschaft ist zuletzt doch immer besser als keine.

Zürnende Worte sind brennende Pfeile.

Religion ist eine Angelegenheit des Herzens, nicht des Kopfes.

Die Natur hat einem jeden Menschen die besondere Anlage zu dem, was er sein soll, gegeben, und der Zusammenhang der Dinge setzt ihn in Umstände, die der Entwicklung derselben mehr oder weniger günstig sind: Aber ihre Ausbildung und Vollendung hat sie ihm selbst anvertraut.

Ich weiß nicht, ob etwas demütigender für die Menschen sein kann als die Gewißheit, worin wir sind, dass nichts so Unsinniges und Lächerliches erträumt werden kann, das nicht zu irgendeiner Zeit oder auf irgendeinem Teile des Erdenrunds von einer beträchtlichen Anzahl von Menschen für wahr, ernsthaft und ehrwürdig wäre angesehen worden.

Die Gewalt ihrer Reize zu verdoppeln, gab die Natur dem Weibe die Scham.

In anderer Glück sein eigenes finden, ist dieses Lebens Seligkeit, und anderer Menschen Wohlfahrt finden, schafft göttliche Zufriedenheit.

Ein Enthusiast sein ist das Liebenswürdigste, Edelste und Beste, was ein Sterblicher sein kann.



— Christoph Martin Wieland (1733 - 1813) war ein deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber.


— Wieland war mit seinem Werk „Geschichte des Agathon“ (1767) der Begründer der Tradition des deutschen Bildungsromans.

Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung im deutschen Sprachraum und der Älteste des klassischen Viergestirns von Weimar, zu dem neben ihm noch Schiller, Herder und Goethe gezählt werden.

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