Zitate von Bertolt Brecht

— Die besten Zitate (160), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Bertolt Brecht" (DE; Schriftsteller)

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Bertolt Brecht Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Unrecht gewinnt oft Rechtscharakter einfach dadurch, dass es häufig vorkommt.

So gut es ist, sich den guten Ratschlägen zu unterwerfen, so gefährlich ist es, sich den guten Ratgebern zu unterwerfen.

Das Schlimmste ist nicht: Fehler haben, nicht einmal sie nicht bekämpfen, ist schlimm. Schlimm ist, sie zu verstecken.

Schwierigkeiten werden nicht dadurch überwunden, dass sie verschwiegen werden.

Das Theater darf nicht danach beurteilt werden, ob es die Gewohnheiten seines Publikums befriedigt, sondern danach, ob es sie zu ändern vermag.

Das Denken gilt unter Regierungen, die der Ausbeutung dienen, als niedrig. Als niedrig gilt, was für die Niedergehaltenen nützlich ist.

Alle Künste (also auch das Theater) tragen bei zur größten aller Künste, der Lebenskunst.

Ich will ein Elefant sein, der im Zirkus Wasser lässt, wenn nicht alles schön ist.

Ich sehe das Neue nahen, es ist ..... das Alte.

Was sind das für Zeiten, wo das Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt.

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. (Quelle: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui.)

Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit.

Es ist ein weit verbreiteter Unfug, dass die Liebe über die Freundschaft gestellt wird und außerdem als etwas völlig anderes betrachtet. Die Liebe ist aber nur so viel wert, als sie Freundschaft enthält, aus der allein sie sich immer wieder herstellen kann. Mit der Liebe der üblichen Art wird man nur abgespeist, wenn es zur Freundschaft nicht reicht.

Denn die einen sind im Dunkeln und die anderen sind im Licht
und man siehet die im Lichte die im Dunkeln sieht man nicht.

Der größte Teil der kulturellen Produktion der letzten Jahrzehnte wäre durch einfaches Turnen und zweckmäßige Bewegung im Freien mit großer Leichtigkeit zu verhindern gewesen.

Ein schlimmeres Verbrechen als eine Bank zu berauben ist es eine zu gründen.

Als der Krieg aus war, kam der Soldat nach Hause. Aber er hatte kein Brot. Da sah er einen, der hatte Brot. Den schlug er tot.

Du darfst doch keinen totschlagen, sagte der Richter.
Warum nicht, fragte der Soldat.

Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen eine dumpfe Angst ein, und sie werden aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen. Aber sage ihnen einen vernünftigen Satz und beweise ihn mit sieben Gründen, und sie werden dich einfach auslachen.

Wir Deutschen haben ein tiefes Misstrauen gegen alles, was leicht geht. Selbst das Wörtchen „vielleicht“ klingt in der deutschen Sprache fatal.

Wir Deutschen bilden uns auf unseren Ernst viel ein, wir haben die Auffassung, dass das Gegenteil von Ernst Leichtfertigkeit ist und dass Leichtfertigkeit verdammt werden muss. Andere Völker haben da andere Auffassungen.

Will vom Krieg leben, wird ihm wohl müssen auch etwas geben.

Wenn kein Feind mehr da ist, dann sucht man ihn im Nachbarn.

Wenn ich höre, dass ein Schiff Helden als Matrosen benötigt, frage ich, ob es morsch und alt ist.

Wenn die Menschlichkeit zerstört wird, gibt es keine Kunst mehr.

Wenn die letzten Irrtümer verbraucht sind sitzt als letzter Gesellschafter uns das Nichts gegenüber.

Von diesen Städten wird bleiben: der durch sie hindurchging, der Wind!ß

Unsichtbar wird die Dummheit, wenn sie genügend große Ausmaße angenommen hat.

Suche die Schule auf, Obdachloser! Verschaffe dir Wissen, Frierender! Hungriger, greif nach dem Buch: Es ist eine Waffe.

Seid nur nicht so faul und so verweicht
denn genießen ist bei Gott nicht leicht!

Oktoberfest: Es ist so langweilig. Welche Abortwand-Visagen! Welch haustierische Stimmen! Attraktionsbuden pumpen die Romantik hoch, das Volk, dumm lasterhaft, geduldig, lässt sich kitzeln.

Ohne Freiheit geht das Leben rückwärts.

Mit gewissen Dingen müssen sich die Frauen einfach abfinden.

Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind. Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie vorbereiten, nicht die Hände gebunden werden.

Keiner will mehr Pferd sein, jeder Reiter.

Ja, renn nur nach dem Glück, doch renne nicht zu sehr!
Denn alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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