Zitate von Bertolt Brecht

— Die besten Zitate (160), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Bertolt Brecht" (DE; Schriftsteller)

Es gibt kein Geschäft, das so gemein wäre, dass nicht sofort ein anderer es macht, wenn man darauf verzichtet.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Bertolt Brecht Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Ein Theater ist ein Unternehmen, das Abendunterhaltung verkauft.

Das Denken gehört zu den größten Vergnügungen der menschlichen Rasse.

Angesichts von Hindernissen mag die kürzeste Linie zwischen zwei Punkten die Krumme sein.

1. Die Gesellschaft als veränderbar darzustellen. 2. Die menschliche Natur als veränderbar darzustellen. 3. Die menschliche Natur als abhängig von der Klassenzugehörigkeit darzustellen. 4. Konflikte als gesellschaftliche Konflikte darzustellen. 5. Charaktere mit echten Widersprüchen darzustellen. 6. Entwicklungen von Charakteren, Zuständen und Ereignissen als diskontinuierlich (sprunghaft) darzustellen. 7. Die dialektische Betrachtungsweise zum Vergnügen zu machen. 8. Die Errungenschaften der Klassik im dialektischen Sinn "aufzuheben". 9. Aus Realismus und Poesie eine Einheit herzustellen. (Quelle: Eigenarten des Berliner Ensembles)

Ohne Ordnung kein Krieg.

Als der Geist noch in Höhlen hauste, war er unbeachtet, aber frei.

In der Kunst sind Wissen und Phantasie keine unvereinbaren Gegensätze.

Die Macht hat stets, wer zahlt.

Der Hauptgrund dafür, dass Interessen befriedigt werden müssen, besteht darin, dass eine große Anzahl von Gedanken nicht gedacht werden kann, weil sie gegen die Interessen der Denkenden verstoßen.

Wenn man die Interessen nicht befriedigen kann, ist es nötig, sie zu zeigen und ihre Verschiedenheit zu betonen, denn nur dadurch kann der Denkende Gedanken denken die den Interessen anderer dienlich sind, denn leichter als ohne Interessen kann man noch für fremde Interessen denken.

Alle großen Ideen scheitern an den Leuten.

Der starke Mann ist stärker ohne Gewalt.

Das Elend der Vielen ist alt wie das Gebirge und wird von Kanzel und Katheder für unzerstörbar erklärt wie das Gebirge.

Und weil der Mensch ein Mensch ist, drum will er was zu essen.

Man kann die Wahrheit nur mit List verbreiten.

Wenn die Wunde nicht mehr wehtut, schmerzt die Narbe ...

Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen.

Sorgt doch, dass ihr, die Welt verlassend, nicht nur gut wart, sondern verlasst eine gute Welt.

Die Erfindungen für Menschen werden unterdrückt, die Erfindungen gegen sie gefördert.

Auch der Hass gegen Ungerechtigkeit verzerrt die Züge.

Wer nicht fähig ist, über anderen getanes Unrecht zornig zu werden, der wird nicht für große Ordnung kämpfen können.

Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeiten der menschlichen Existenz zu erleichtern.

Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?

Es setzen sich nur so viel Wahrheiten durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein.

Ich brauche einen neuen Brauch, den wir sofort einführen müssen; nämlich den Brauch, in jeder neuen Lage neu nachzudenken.

Jeder möge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgfältiger und anspruchsvoller leben.

Es sieht zu modern aus. Modern ist veraltet.

Herr Keuner war nicht für Abschied nehmen, nicht für Begrüßung, nicht für Jahrestage, nicht für Feste, nicht für das Beenden eines neuen Lebensabschnitts, nicht für Abrechnungen, nicht für Rache, nicht für abschließende Urteile.
Herr Keuner war für kritische Arbeit, für tätige Vernunft. Er hatte wenig Zeit zum Feiern. Er hielt den Fortgang des Lebens für wichtiger als die Zelebration des Erreichten. Herr Keuner stellte sich nachdenklich den Problemen seiner Zeit.

Wir aber wollen weiter wandern und suchen und noch andere Menschen finden, die unserem guten Menschen von Sezuan gleichen, damit das Gerede aufhört, dass es für die Guten auf dieser Erde nicht mehr zu leben ist.

Zorn und Unzufriedenheit allein genügen nicht, so etwas muss praktische Folgen haben.

Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen.

Für die, deren Zeit gekommen ist, ist es nie zu spät!

Jeder Lehrer muss lernen, mit dem Lehren aufzuhören, wenn es Zeit ist. Das ist eine schwere Kunst.

Unglücklich das Land, das Helden nötig hat!

Fürchtet doch nicht so den Tod und mehr das unzulängliche Leben!

Geldleute lesen gründlicher als Bücherliebhaber - sie wissen besser, was für Nachteile aus flüchtiger Lektüre entstehen.

Ändere die Welt; sie braucht es.

Nicht nur die technische Ausbildung ist von Bedeutung, auch die geistige muss Beachtung finden.

In einem geordneten Staatswesen braucht man nicht fortwährend von der Verpflichtung des Einzelnen gegenüber dem Staat zu sprechen.

Wer sich nicht verändert, bleibt nicht der Gleiche.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.