Zitate von Ambrose Bierce

— Die besten Zitate (266), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Ambrose Bierce" (US; Schriftsteller)

Vertrauen: Unbegründeter Glaube an Aussagen eines Unwissenden über beispiellose Dinge.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Ambrose Bierce Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: US) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Vergnügen: Die angenehmste Form der Niedergeschlagenheit.

Verehrung subst. fem.: Das, was der Mensch für Gott und der Hund für den Menschen empfindet.

Verdauungsstörungen sind eine Krankheit, die der Patient und seine Freunde häufig als tiefe religiöse Überzeugung und Sorge um das Heil der Menschheit missverstehen. Wie der schlichte Indianer des Wilden Westens es – man muss zugeben – mit einer gewissen Sprachgewalt – ausdrückte: „Viel gut, kein Beten, großes Bauchschmerz, Haufen Gott.“

Verbrecher: Jemand von größerer Unternehmungslust als Zurückhaltung, der eine Gelegenheit wahrgenommen und sich dabei unglücklich verliebt hat.

Verantwortung: Last, die sich leicht auf die Schultern Gottes, des Schicksals, des Zufalls, des Glücks oder des Nachbarn abwälzen läßt.

Unversöhnlich: Nur mit einem Batzen Geld zu besänftigen.

Unsinn subst. masc.: Die Einwände, die gegen dieses hervorragende Wörterbuch vorgebracht werden.

Unglück: Eine Art Glück, die niemals fehlgeht.

Überzeugt: Aus vollem Halse im Irrtum sein.

Übertreffen: Sich Feinde machen.

Überdosis: Tödliche Arzneimenge (außer wenn sie vom Arzt verabreicht).

Tinte: Eine bösartige Verbindung aus Gallussäure, Tannin, Eisensalzen, Gummiarabicum und Wasser, die hauptsächlichdazu verwendet wird, die Ausbreitung von Idiotie durch Ansteckung zu erleichtern und intellektuelles Verbrechertum zu fördern.

Taschentuch subst. neutr.: Ein kleines Viereck aus Seide oder Leinen, das besonders bei Begräbnissen nützlich ist, um den Mangel an Tränen zu verbergen.

Tagebuch: Tägliche Aufzeichnungen über jenen Ausschnitt aus dem eigenen Leben, den man sich selber ohne zu Erröten mitteilen kann.

Sprichwort: Knochenlose Weisheit für schwache Zähne.

Sprache: Musik zur Verzauberung der Schlangen, die einen fremden Schatz hüten.

Selbstachtung: Eine falsche Einschätzung.

Revolution: In der Politik: Ein abrupter Wechsel in der Mißregierungsform. Revolutionen gehen gewöhnlich mit beträchtlichem Blutvergiessen einher, doch man sagt, dass sie es wert sind – eine Einschätzung, die von Nutznießern stammt, deren Blut nicht das Unglück hatte, vergossen zu werden.

Revolte: Eine erfolglose Revolution. Der gescheiterte Versuch der Unzufriedenheit, ein miserables Herrschaftssystem durch eine schlechte Regierung zu ersetzen.

Reim: Gleichklingende und meistens unangenehme Laute am Ende von Versen. Die Verse selbst sind meistens langweilig.

Regierung: Sinnreiche Abstraktion in der Politik, erdacht, die für den Premier und Präsidenten bestimmten Tritte und Knüffe entgegenzunehmen.

Rebell: Verfechter einer neuen Misswirtschaft, dem der Erfolg versagt blieb.

Realismus: Die Kunst einer Naturdarstellung aus der Krötenschau; der Zauber einer Landschaft, wie sie eine Maulwurf malt; die Geschichte wie sie eine Spannerlarve schreibt.

Räuber: Jemand, der einem gewaltsam nimmt, worum man einen anderen betrogen hat.

Politiker: Ein Aal im Grundschlamm, auf dem sich der Überbau der organisierten Gesellschaft erhebt; wenn er sich windet, hält er die Ausschläge seines Schwanzes für das Erbeben des Gebäudes.

Pöbel: In der Republik: Die Inhaber der höchsten Gewalt, eingeschränkt durch Wahlbetrug. Der Pöbel ist dem heiligen Simurgh der arabischen Sage zu vergleichen – er ist allmächtig unter der Bedingung, dass er nichts tut.

Platonisch: Die Philosophie des Sokrates betreffend. „Platonische Liebe“ nennt der Dummkopf die Zuneigung zwischen einer Impotenz und einem Frost.

Planen: Sich den Kopf zerbrechen, wie man am besten ein zufälliges Ergebnis erzielt.

Philosophie: Richtung vieler Straßen, die von Nirgendwo ins Nichts führen.

Pessimismus: Eine Philosophie, die dem Beobachter durch die deprimierende Vorherrschaft des Optimisten mitsamt seiner abschreckenden Hoffnung und seinem unansehnlichen Lächeln aufgezwungen wird.

Parteiloser: In der Politik einer, der an Selbstachtung leidet und dem Laster der Unabhängigkeit frönt.

Ozean: Eine Wassermasse, welche etwa zwei Drittel einer Welt bedeckt, die für den Menschen geschaffen wurde – welchselber keine Kiemen hat.

Nihilist: Ein Russe, der alles negiert, ausgenommen die Existenz Tolstois, Hauptvertreter der Schule ist Tolstoi.

Mord: Die Tötung eines Menschen durch einen anderen. Es gibt viele Arten von Mord: Verbrecherischen, entschuldbaren, gerechtfertigten und rühmlichen, doch dem Ermordeten ist es egal, welcher Art er zum Opfer fiel, die Klassifizierung ist nur zum Nutzen der Juristen da.

Maus: Ein Tier, das auf seinen Wegen ohnmächtige Frauen zurückläßt.

Luft: Eine nahrhafte Substanz, welche die Vorsehung großzügigerweise kostenlos zur Sättigung der Armen zur Verfügung stellt.

Leidenschaft: Eigenschaft, die Liebe ohne Erfahrung auszeichnet.

Lärm: Ein Gestank im Ohr. Ungezähmte Musik. Hauptereignis und Echtheitszeichen der Zivilisation.

Krieg: Nebenprodukt der Friedenskunst.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.