Zitate von Alfred Polgar

— Die besten Zitate (49), Sinn-Sprüche und Aphorismen von "Alfred Polgar" (AT; Schriftsteller)

— Bekanntes Zitat:

Eine mit Schlagworten geohrfeigte Zeit produziert eine geschwollene Literatur.

Alfred Polgar (* 17. Oktober 1873 in Wien; † 24. April 1955 in Zürich) war ein österreichischer Schriftsteller, Aphoristiker, Kritiker und Übersetzer.

— Prägnante Aphorismen, Lakonische Sprüche, Frappierende Lebens-Weisheiten, Pointierte Sentenzen — die besten Alfred Polgar Zitate (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: AT) — Von Kontemplativ bis Provokativ (siehe auch Gute Zitate).

Der treffende Aphorismus setzt den getroffenen Aphorismus voraus.

Wenn dich alles verlassen hat, kommt das Alleinsein. Wenn du alles verlassen hast, kommt die Einsamkeit.

Es hätte noch viel schlimmer kommen können - das ist das Alibi dafür, daß es so gekommen ist.

Liebe ist ein privates Weltereignis.

Geschichten werden niemals richtig erlebt, nur manchmal, sehr selten, richtig erzählt.

Es ist schwer, sich nach Sternen zu orientieren, die erloschen sind!

„Ohne Grund“ ist der triftigste Grund für das Aufhören einer Liebe.

Schade, daß die meisten sofort aufhören zu rudern, wenn sie ans Ruder gekommen sind.

Das Plagiat ist vielleicht die aufrichtigste Form der Verehrung.

Der Gegensatz von genial ist nicht: ungenial, sondern: geschickt.

Der Kritiker lässt den Künstler, den er nicht versteht, das fühlen. Er behandelt ihn sehr von unter herab.

Der rechte Satiriker zieht, was er ins Lächerliche zieht, mit dem gleichen Griff auch ins Ernsteste.

Ich beherrsche die deutsche Sprache, aber sie gehorcht nicht immer.

Außer dem Licht wird nichts auf Erden so häufig gebrochen wie das Recht.

Auch eine stehengebliebene Uhr kann noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen; es kommt nur darauf an, daß man im richtigen Augenblick hinschaut.

Wie sich die Gegensätze gleichen!

Wenn man auch das Leben als einen schonungslosen Wettlauf ansieht, in dem unweigerlich die Geschickten, die Kräftigen vorn, die Ungeschickten, Schwachen hinten sein werden, über eines kann es doch unter honorigen Sportsleuten keine Meinungsverschiedenheit geben: dass der Start für alle gleich sein müsste.

Emigrantenschicksal: Die Fremde ist nicht Heimat geworden. Aber die Heimat Fremde.

Ein Mensch ohne Fehler ist kein vollkommener Mensch.

Es ist schwierig, Menschen hinters Licht zu führen, sobald es ihnen aufgegangen ist.

Für die meisten Menschen ist das Leben wie schlechtes Wetter; sie treten unter und warten, bis es vorüber ist.

Das Gute an der Senilität ist, dass sie einen selbst hindert, sie zu bemerken.

Die Zukunft kommt in Raten, das ist das Erträgliche an ihr.

Es kommt darauf an, wie einer netto lebt, nicht brutto.

Du weißt, dass Freundschaft keine Nutz-, sondern eine Zierpflanze ist.

Erfahrung lehrt, dass es beim Dichten wie beim Pistolenschießen immer ein wenig die Hand verreißt. Meist nach unten. Man muss höher zielen als man treffen will.

Roulettespieler sind in zwei Kategorien einzuteilen. Die einen spielen zum Vergnügen, die anderen, weil sie das Geld brauchen. Zwangsläufig geht irgendwann die erste Kategorie in die zweite Kategorie über.

Ruhm bedeutet vor allem, dass man im richtigen Zeitpunkt stirbt.

Man guckt gerne über Mauern, umso lieber, je höher sie sind und je weniger man weiss, wie es hinter ihnen zugeht.

Liebe nennt man die Unzurechnungsfähigkeit der Zurechnungsfähigen.

Die literarische Polemik - fünfundneunzig Prozent aller solcher Händel sind persönlicher Natur, die übrigen fünf hingegen sind es auch.

Phänomen der menschlichen Beziehungen, wenn sie lange genug dauern: das Unerträgliche wird das Unentbehrliche.

Wo Arbeit mit Passion sich deckt, darf sie nicht Arbeit heißen.

Weibliche Fürsorge hat etwas Erschreckendes: heute geht sie ans Hemd, morgen an die Haut, übermorgen unter die Haut.

Arbeit ist das, was man tut, um es irgendwann in der Zukunft nicht mehr tun zu müssen.

Witz ist das Niesen des Gehirns. Dabei ist ein immer witziger Mensch genauso unausstehlich und unappetitlich wie ein Kerl mit chronischem Schnupfen, aber ohne Taschentuch.

Die Grenzen zwischen Arroganz und Ignoranz sind fließend.

Polemiken müssen sein, zumal in der Zeitung, die ja ihren Lesern Unterhaltung schuldet. Wenn da zwei sich streiten, freuen sich Tausende. Polemiken zwischen Schriftstellern sind besonders erquickend, weil sie mit besonderer Bosheit geführt werden.

Die Presse hat auch die Aufgabe, das Gras zu mähen, das über etwas zu wachsen droht.

Alle Menschen sind gut. Man muss nur die Chance haben, sie in ihrer Güte zu ertappen

Erfahrung verbessert unsere Einsicht, ohne unsere Absichten zu ändern.

Schriftsteller, die ununterbrochen nach Tiefgang suchen, kommen mir vor wie Taucher in einer Badewanne.

Lebenskünstler ist, wer seinen Sommer so erlebt, dass er ihm noch den Winter wärmt.

Hochstapler haben meist ein vortreffliches Benehmen.

Der Idealist geht glatt durch Mauern und stößt sich wund an der Luft.



— Alfred Polgar (1873 - 1955) war ein österreichischer Journalist und Übersetzer.


— Polgar (ursprünglich: Alfred Polak; Pseudonyme: Archibald Douglas, L. A. Terne) ist einer der bekanntesten Autoren der Wiener Moderne und einer der renommiertesten Intellektuellen der Wiener Kaffeehäuser.

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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Dramatikern, Lyrikern, Dichtern, Aphoristikern, Romanciers, etc.