"Wer bist du, die du keine sterbliche Frau ...

Quelle des Text: Niccolò Machiavelli Zitate

"Wer bist du, die du keine sterbliche Frau zu sein scheinst und die der Himmel mit so viel Anmut schmückte? Warum stehst du nicht still? Warum hast du Flügel an den Füßen?" "Ich bin die Gelegenheit, wenigen bin ich bekannt, und die Ursache dafür, daß ich mich immer bewege, ist, daß ich einen Fuß auf einem Rad halte. Es gibt keinen Flug, der meinem Lauf gleicht, und doch behalte ich Flügel an den Füßen, um in meinem Lauf jeden zu verblenden. Mein wirres Haar ist nach vorn gewendet, mit ihm bedecke ich mir Brust und Gesicht, damit mich niemand erkennt, wenn ich komme. Am Hinterkopf bin ich kahl. Darum bemüht man sich vergeblich, wenn ich vorüberziehe oder mich umkehre." "Sag mir, wer ist die, die mit dir kommt?" "Es ist die Reue. Darum merke und begreife: Wer mich nicht zu greifen versteht, faßt jene. Und während du redend die Zeit verschwendest, beschäftigt mit vielen eitlen Gedanken, siehst du Armer nicht und begreifst nicht, daß ich dir entschwunden bin."

Niccolò di Bernardo dei Machiavelli (1469 - 1527) war ein italienischer Diplomat, Historiker und Philosoph der Renaissance.




Siehe weitere Zitate über: Zufall // Reue



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