Zitate von Martin Buber

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "M. Buber" (AT) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Martin Mordechai Buber (1878 - 1965) war ein österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph.

— Bekanntes Zitat:

Nur Menschen, die fähig sind, einander wahrhaft du zu sagen, können miteinander wahrhaft wir sagen.



— Inspirierende Weisheiten, gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Aphorismen von "Martin Buber" (Berufsgruppe: Theologen / Land: AT)

Echte Verantwortung gibt es nur da, wo es wirklich Antworten gibt.


Als Rabbi J. Meir ein kleiner Junge war, brachte ihn seine Mutter einmal zum Maggid von Kosnitz. Da sagte ihm jemand: «Ich gebe dir einen Gulden, wenn du mir sagst, wo Gott wohnt.» Er antwortete: «Und ich gebe dir zwei Gulden, wenn du mir sagen kannst, wo er nicht wohnt.» (Aus: Die Erzählungen der Chassidim; Wo wohnt Gott?)


Es gibt kein Ich an sich, sondern nur das Ich des Grundworts Ich-Du und das Ich des Grundworts Ich-Es. Wenn der Mensch Ich spricht, meint er eins von beiden. (...) Ich sein und Ich sprechen sind eins.


Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.


Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
(Quelle: Schriften zur Philosophie, S. 85 u. "Das Dialogische Prinzip. Ich und Du")


Ein Mensch, dem nicht jeden Tag wenigstens eine Stunde gehört, ist kein Mensch.


Wer das helfende Wort in sich aufruft, erfährt das Wort. Wer Halt gewährt, verstärkt in sich den Halt. Wer Trost spendet, vertieft in sich den Trost. Wer Heil wirkt, dem offenbart sich das Heil.


Gott redet zum Menschen in den Wesen und Dingen, die er ihm ins Leben schickt.


Es ist nicht leicht, mit Gott Schritt zu halten.


Die große Schuld des Menschen sind nicht die Sünden, die er begeht - die Versuchung ist mächtig und seine Kraft gering.
Die große Schuld des Menschen ist, daß er in jedem Augenblick die Umkehr tun kann und nicht tut.


Was das Leben nicht vollbrachte, schafft auch das Sterben nicht.


Gott verschwendet seine Liebe auch an den Bösesten, wie dürfte der Mensch die seine mit strenger Buchhaltung nach Ehre und Verdienst verwalten!


Der Mensch, der nicht sich meint, dem gibt man alle Schlüssel.


Die Debatten der Staatenvertreter von heute haben mit einem Menschengespräch nichts mehr gemeinsamman redet nicht zueinander.


Gemeinsame Ehrfurcht und gemeinsame Seelenfreude sind die Grundlagen der echen Menschengemeinschaft.


Beziehung beruht auf Gegenseitigkeit. (Quelle: Weisheiten der Welt)


Der Individualismus sieht den Menschen nur in der Bezogenheit auf sich selbst; aber der Kollektivismus sieht den Menschen überhaupt nicht, er sieht nur die "Gesellschaft". Dort ist das Antlitz des Menschen verzerrt, hier ist es verdeckt.




— Martin Mordechai Buber (1878 - 1965) war ein österreichisch-israelischer jüdischer Religionsphilosoph.


— Buber ist vor allem für seine Philosophie des Dialogs bekannt, einer Form des Existentialismus. Sein Gedankengebäude konzentriert sich auf die Unterscheidung zwischen der Ich-Du-Beziehung und der Ich-Es-Beziehung. Buber wurde in Wien geboren, brach jedoch mit dem jüdischen Brauch, um weltliche Philosophiestudien zu betreiben. 1902 wurde er Redakteur der Wochenzeitschrift „Die Welt“, dem zentralen Organ der zionistischen, von Theodor Herzl, gegründeten Bewegung. Im Jahr 1923 schrieb Buber seinen berühmten Essay über das Dasein, „Ich und Du“, und im Jahr 1925 begann er, die Hebräische Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen. Zudem erstellte er eine umfangreiche Textsammlung „Die Erzählungen der Chassidim“.

Er wurde zehn Mal für den Nobelpreis für Literatur und sieben Mal für den Friedensnobelpreis nominiert.


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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Theologen") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
Sprüche und Zitate von bekannten Priestern, Mystikern, Religionsgründern, Seelsorgern, Geistlichen, etc.