Zitate von Hannah Arendt

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "H. Arendt" (DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Johanna "Hannah" Arendt (1906- 1975) war eine in Deutschland geborene jüdisch-amerikanische politische Philosophin.

— Bekanntes Zitat:

Politik (…) ist etwas, was für menschliches Leben eine unabweisbare Notwendigkeit ist, und zwar sowohl für das Leben des Einzelnen wie das der Gesellschaft.



— Inspirierende Weisheiten, gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Aphorismen von "Hannah Arendt" (Berufsgruppe: Philosophen / Land: DE)

Will man die Menschen daran hindern, dass sie in Freiheit handeln, so muss man sie daran hindern, zu denken, zu wollen, herzustellen, weil offenbar all diese Tätigkeiten das Handeln und damit auch Freiheit in jedem, auch dem politischen Verstande implizieren.


Die Revolutionäre machen nicht die Revolution! Die Revolutionäre sind diejenigen, die wissen, wann die Macht auf der Straße liegt und wann sie sie aufheben können!


Lügen erscheinen dem Verstand häufig viel einleuchtender und anziehender als die Wahrheit, weil der Lügner den großen Vorteil hat, im voraus zu wissen, was das Publikum zu hören wünscht.


Nicht der Mensch bewohnt diesen Planeten, sondern Menschen. Die Mehrzahl ist das Gesetz der Erde.


Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht.


Ich bin in der Tat heute der Meinung, dass das Böse immer nur extrem ist, aber niemals radikal, es hat keine Tiefe, auch keine Dämonie. Es kann die ganze Welt verwüsten, gerade weil es wie ein Pilz an der Oberfläche weiterwuchert. Tief aber, und radikal ist immer nur das Gute.


Man könnte wohl sagen, dass die lebendige Menschlichkeit eines Menschen in dem Maße abnimmt, in dem er auf das Denken verzichtet.


Sprechend und handelnd schalten wir uns in die Welt der Menschen ein, die existierte, bevor wir in sie geboren wurden, und diese Einschaltung ist wie eine zweite Geburt, in der wir die nackte Tatsache des Geborenseins bestätigen, gleichsam die Verantwortung dafür auf uns nehmen.


Die Alternative Kapitalismus-Sozialismus ist keine wirkliche Alternative. Dies sind gleiche Brüder mit ungleichen Kappen.


Gewalt beginnt, wo das Reden aufhört.


Diese Narren, die glauben, Treue sei, wenn das Leben aufhört und sich gleichsam in den einen festgebissen hat. Sie bringen sich nicht nur um das gemeinsame Leben, sondern sogar um das Leben überhaupt. Wenn es nicht so gefährlich wäre, sollte man der Welt doch einmal erzählen, was eine Ehe wirklich ist.


Wenn wir gerettet werden, fühlen wir uns gedemütigt, und wenn man uns hilft, fühlen wir uns erniedrigt.


Einsicht in einen politischen Sachverhalt heißt nichts anderes, als die größtmögliche Übersicht über die möglichen Standorte und Standpunkte, aus denen der Sachverhalt gesehen und von denen her er beurteilt werden kann, zu gewinnen und präsent zu haben.


Weisheit ist eine Tugend des Alters, und sie kommt wohl nur zu denen, die in ihrer Jugend weder weise waren noch besonnen.


Eine Welt, die Platz für die Öffentlichkeit haben soll, kann nicht nur für eine Generation errichtet oder nur für die Lebenden geplant sein; sie muss die Lebensspanne sterblicher Menschen übersteigen.


Die Herrschaft des Niemand, die eigentliche Staatsform der Büro-kratie.


Was uns bevorsteht, ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige Tätigkeit, auf die sie sich noch versteht. Was könnte verhängnisvoller sein?


Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen. (Vollständig eigentlich: „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen bei Kant.“)




— Johanna "Hannah" Arendt (1906- 1975) war eine in Deutschland geborene jüdisch-amerikanische politische Philosophin.


— Die Arbeiten von Arendt beschäftigen sich mit der Natur der Macht und den Themen Politik, Demokratie, Totalitarismus und Erkenntnistheorie und beeinflussten die politische Theorie nachhaltig.

Im Rahmen ihrer Berichterstattung über den Adolf Eichmann Prozess 1961 in Israel, publizierte sie 1963 das kontrovers diskutierte Buch „Eichmann in Jerusalem“ mit dem Untertitel „Ein Bericht von der Banalität des Bösen“ (der zu einem geflügelten Wort wurde).

Sie untersuchte die Frage, ob das Böse radikal ist oder einfach eine Funktion der Gedankenlosigkeit, eine Tendenz der gewöhnlichen Menschen, Ordnungen zu gehorchen und sich der Massenmeinung ohne eine kritische Bewertung der Folgen ihrer Handlungen anzupassen.

Arendt lehnte es ab, als Philosophin bezeichnet zu werden. Nicht zuletzt aufgrund ihrer zahlreichen theoretischen Auseinandersetzungen mit Philosophen wie Sokrates, Platon, Aristoteles, Immanuel Kant, Martin Heidegger und Karl Jaspers sowie mit den maßgeblichen Vertretern der neuzeitlichen politischen Philosophie wie Niccolò Machiavelli, Charles de Montesquieu und Alexis de Tocqueville wird sie dennoch häufig als Philosophin bezeichnet.


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