Zitate von Carl von Ossietzky

— Gute Zitate, Sinn-Sprüche und Aphorismen von "C. Ossietzky" (DE) — Von Kontemplativ bis Provokativ.
 
— Carl von Ossietzky (1889 - 1938) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Pazifist.

— Bekanntes Zitat:

Der Antisemitismus ist dem Nationalismus blutsverwandt und dessen bester Alliierter. (Quelle: Die Weltbühne; 1932)



— Inspirierende Weisheiten, gute Zitate, schöne Sprüche und tiefgründige Aphorismen von "Carl von Ossietzky" (Berufsgruppe: Schriftsteller / Land: DE)

Wenn man den verseuchten Geist eines Landes wirkungsvoll bekämpfen will, muss man dessen allgemeines Schicksal teilen.


Wo die Männer versagen, da ruft man nach dem Mann. Der Faschismus, der überall anders, überall in neuer nationaler Vermummung auftritt, weist in allen Ländern diesen einen gemeinsamen Wesenszug auf: Die Sehnsucht nach dem Diktator. Die erschlafften Völker suchen nach einem Hirn, das für sie denkt, nach einem Rücken, der für sie trägt. (Quelle: Weltreaktion - Ihr Unsinn und ihr Sinn; 1923)


Nur der Einzelne ist naturgewachsen, nicht das Volk. Das Volk ist ein menschlicher Organisationsbegriff.


Deutschland ist das einzige Land, wo Mangel an politischer Befähigung den Weg zu den höchsten Ehrenämtern sichert.


Wenn der Rechtsprecher nur endlich einmal mit dem Geheimnis der Zellenhaft vertraut würde, wie anders müssten selbst die Urteile der bürgerlichen Justiz aussehen!


Die militärische Justitia hat nicht nur verbundene Augen, sondern auch verstopfte Ohren und ein gepanzertes Herz.


Im Gefängnis gewesen zu sein, das ist ein großes Erlebnis, das kein politischer Mensch aus seinem Dasein streichen kann. Es ist die Berührung mit einer abgesonderten Welt, die eingemauert zwischen uns ragt und von der wir weniger wissen als von Tibet. (Quelle: Die Weltbühne; 1932)


Adolf Hitler mag in seinen Anfängen in ehrlicher Verbohrtheit gehandelt haben. Heute ist er nur noch eine Kreatur der Industrie.


Nationalismus und Antisemitismus sind die großen revolutionär kreischenden Jahrmarktsorgeln des Faschismus.


Was nützen Denkmäler des unbekannten Soldaten den Gefallenen? Erst muss der Mensch leben, dann kann seine Ehre geschützt werden!


Hat z.B. schon jemals die Kirche ihren Einfluss gegen kapitalistische und feudalistische Ausbeutungen geltend gemacht?


Man kann nicht kämpfen, wenn die Hosen voller sind als das Herz.


Wie die Ägypter, die die Krokodile anbeteten, die sie fraßen, beten wir die Automobile an, die uns totfahren. Wir rufen nicht mehr Vaterland, sondern Tempo, und diesem Tempo opfern wir täglich Menschenleben, gesunde Glieder, intakte Nerven.


Der politische Journalismus ist keine Lebensversicherung: das Risiko erst gibt seinen besten Antrieb. (Quelle: Die Weltbühne; 1932)


In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat.


Jedes Mal, wenn die Romantik sich einer Sache bemächtigt und Gloriolen um sie webt, dann ist deren Zeit schon vorüber, und die Sehnsucht nur macht aus der Erinnerung einen wünschenswerten Zukunftstraum.


Denn wir können nicht an das Gewissen der Welt appellieren, wenn unser eigenes Gewissen schläft.


Man bewundert bei uns noch immer ein ständig im Maul geführtes ungekämmtes Flegeltum als Männlichkeit.


Die nationalsozialistische Bewegung hat eine geräuschvolle Gegenwart, aber gar keine Zukunft. Sie lebt von der Erregung plötzlich proletarisierter Schichten, welchen politischen und ökonomischen Kräften sie den Sturz aus bürgerlicher Geborgenheit in ein soziales Pariatum verdanken. Der Nationalsozialismus hat bisher nicht bewiesen, dass er die altorganisierte Arbeiterschaft und ihren jungen Nachwuchs zu erfassen vermag. Diese Bewegung hat keine Idee und kein Prinzip und deshalb wird sie nicht leben können.




— Carl von Ossietzky (1889 - 1938) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Pazifist.




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Ein Zitat eines berühmten Autors (zum Beispiel aus der Kategorie "Schriftsteller") kann durchaus dazu motivieren, die eigenen Ideen & Geistesblitze zu schärfen und präziser zu formulieren, und damit zum Nachdenken anzuregen:
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